„Der Wikinger ist unser Champ“
Vorfrühling in Baden-Baden, die Obstbäume blühen trotz des kühlen Märzwindes, aber vom alten aristokratischen Glanz ist erst mal nichts zu sehen. Die berühmte Iffezheimer Rennbahn, gegründet 1858, liegt verlassen, es dauert noch ein paar Wochen, bis zum Auftakt der Pferdesport-Saison unten auf der Terrasse wieder großzügig Champagner ausgeschenkt wird. Gerald Geisler lenkt seine schwarze Limousine deshalb auf den gegenüberliegenden Kapellenberg, eine abgeflachte Graskuppe mit freier Sicht auf die Startbox und die drei Hauptgebäude. Helles Gelb, viel Glas, man denkt sofort an Belle-Époque-Damen, schnelle Pferde, viel Geld. Geisler lässt den Motor laufen. Es fehle der Blumenschmuck, das Flattern der Fahnen, das betuchte Publikum natürlich. Er blickt auf den gleichmäßig grünen Rasen. „Aber hat was, oder?“