Pro und Contra

Sind Winterspiele in den Alpen eine gute Idee?

Menschen posieren für Fotos vor den Ringen der Olympischen Winterspiele und Paralympics in Cortina D’Ampezzo.
Menschen posieren für Fotos vor den Ringen der Olympischen Winterspiele und Paralympics in Cortina D’Ampezzo.

Am 6. Februar starten die Olympischen Winterspiele in Italien. Straßen wurden dafür ausgebaut, eine neue Bobbahn errichtet. Dabei hatte das IOC die nachhaltigsten Spiele versprochen, die es je gab.

22. Januar 2026 | Lesezeit: 5 Min.

Contra von Hans Gasser

Die nachhaltigsten Spiele jemals? Das ist doch wohl ein Witz.

Wer wissen will, ob Olympische Winterspiele in den Alpen über das Sportereignis hinaus auch etwas bringen, also einen nachhaltigen Nutzen für die dort lebende Bevölkerung, der sollte mal nach Sestriere, Cesana und Pragelato in Italien fahren. Dort, im Piemont, fanden vor 20 Jahren die Olympischen Winterspiele statt. „Torino 2006“ hieß das damals. Heute verrotten die extra gebauten Skisprungschanzen und die Bobbahn in den Bergen vor sich hin. Und in Sestriere wurde das olympische Dorf in Zweitwohnungen umgewidmet, die nur wenige Wochen im Jahr genutzt werden und sonst leer stehen.

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