Sein letzter Wille

Seit 36 Jahren sitzt Kurt Knickmeier im Gefängnis.
Nun hat er einen assistierten Suizid beantragt und
sich damit bis zum Bundesverfassungsgericht geklagt.
Aber muss der Staat Gefangenen helfen zu sterben?
Die Geschichte eines Mörders, der sich umbringen will.

Sein letzter Wille

Seit 36 Jahren sitzt Kurt Knickmeier im Gefängnis.
Nun hat er einen assistierten Suizid beantragt und
sich damit bis zum Bundesverfassungsgericht geklagt.
Aber muss der Staat Gefangenen helfen zu sterben?
Die Geschichte eines Mörders, der sich umbringen will.

Von Björn Stephan, Fotos: Julia Sellmann
19. Mai 2022 - 34 Min. Lesezeit

Nur einen Tag nachdem das Landgericht seine Klage abgelehnt hat und es mal wieder heißt, dass er immer noch zu gefährlich sei, um ihn allmählich auf die Welt vorzubereiten, die sich da draußen vor den sechs Meter hohen Mauern aus Sichtbeton erstreckt, sitzt Kurt Knickmeier, ein zu lebenslanger Haft ver­urteilter Mörder und Geiselnehmer, ratlos ­in seiner Zelle vor dem Fernseher, ohne Hoffnung, je wieder in Freiheit zu gelangen.