Eine Frage der Schere

Portrait of Cole Escola at the 2025 Tony Awards Ceremony, 2025, Aquarell auf Papier.
Portrait of Cole Escola at the 2025 Tony Awards Ceremony, 2025, Aquarell auf Papier.
Portrait of Cole Escola at the 2025 Tony Awards Ceremony, 2025, Aquarell auf Papier.

Vom blonden Dutt bis zum provokanten Dekolleté: Haare, ihr Aussehen und ihre Wirkung beschäftigen die Menschheit von Beginn an, wie eine neue Ausstellung in München zeigt. Kuratorin Juliane Au über ein nachwachsendes Sujet.

Interview von Anne Goebel
19. März 2026 | Lesezeit: 8 Min.

Ein einladender Titel: „Haar-Macht-Lust“ heißt die neue Ausstellung in der Münchner Kunsthalle. Das Museum ist bekannt für publikumswirksame Themen, diesmal geht es um Haare, in der Kunst, als Trophäe, als Provokation. Zwei Tage vor der Eröffnung sieht noch alles nach Baustelle aus. Kuratorin Juliane Au macht einen kurzen Rundgang, vorbei an Farbeimern, Handwerkern und einer Beethoven-Büste mit wallender Frisur. Dann hat sie Zeit für ein Gespräch. Erst macht sie sich noch einen schnellen Dutt mit ein paar widerspenstigen Strähnen.

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