


5. März 2025 | Lesezeit: 9 Min.
Eineinhalb Monate sind schon alle Erinnerungen weg, abgetrennt wie eine Nabelschnur nach der Geburt. Da sagt Flavio Damur einen Satz, den seine Mutter nie vergessen wird: „Ich glaube jetzt, dass du meine Mutter bist, sonst würdest du nicht so viel Zeit bei mir verbringen.“ Für Saskia Damur war es ein kleines Wunder, denn ihr zwölfjähriger Sohn, ihr Ältester, war kein normaler Teenager mehr. Nur äußerlich sah er noch so aus. Innerlich war er auf einmal ihr Jüngster: ein Neugeborenes im Körper eines Zwölfjährigen.