

2023 hatte Markus Söder sowas wie ein Faschings-Comeback. Zwar war er immer Stammgast bei der Prunksitzung des Fränkischen Fastnacht-Verbands - doch 2018 war das vorläufig letzte Jahr in schriller Verkleidung. Das Comeback vor drei Jahren lief dann auch nicht ganz glatt - er kam als Stammesältester in den Saal in Veitshöchheim. Die Spekulationen liefen Richtung Moses oder einer anderen biblischen Gestalt. Naja. Nicht alles ist so klar wie Reichskanzler Otto von Bismarck (2024) oder Elvis Presley (2025). Oder mit zotteligen Haaren und Schottenkaro über der Schulter ganz aktuell - Söder ist William Wallace, in Hollywood hieß der schottische Freiheitskämpfer "Braveheart".
Söders Auftritt in Veitshöchheim hat sich in den Zehnerjahren zum Medienspektakel entwickelt. Als Marilyn Monroe, Shrek oder Edmund Stoiber lieferte er effektvolle Bilder – und befeuerte mit jedem Kostüm Spekulationen über die Botschaft dahinter, etwa im Machtkampf mit Horst Seehofer.
Ein Rückblick auf seine Kostümkarriere offenbart eine Entwicklung, die sich auch als politische Metamorphose verstehen lässt – vom harmlosen Teddy zum machtbewussten Herrscher.














