Kommunalwahlen 2026

Bayern hat gewählt

Wer sind die neuen Bürgermeister und Landräte, wo kommt es zu einer Stichwahl und welche Mehrheiten gibt es in den Stadträten und Kreistagen? Der erste Wahlgang in Karten und Grafiken.


11. März 2026 | Lesezeit: 3 Min.

Die Bürgerinnen und Bürger waren am 8. März aufgerufen, über die Zusammensetzung der Stadträte und Kreistage abzustimmen. In den meisten Landkreisen und kreisfreien Städten stand außerdem das Amt des Landrats bzw. Oberbürgermeisters zur Wahl. Alle Stimmen sind mittlerweile ausgezählt.

Die CSU hat mehr als zwei Drittel der 38 direkt gewählten Oberbürgermeister und Landräte allein oder zusammen mit anderen Gruppierungen vorgeschlagen. Die freien Wähler waren an sieben Vorschlägen beteiligt, die SPD nominierte vier direkt gewählte Kandidierende.

Wo es zu einer Stichwahl kommt, wird fast immer ein mit Beteiligung der CSU vorgeschlagener Kandidat teilnehmen. Die Freien Wähler schicken in 24 Landkreisen und und kreisfreien Städten jemanden ins Rennnen. Auch SPD und Grüne dürfen sich Hoffnungen machen insbesondere weitere Rathäuser zu besetzen – etwa in Bamberg, wo es zu einer direkten Auseinandersetzung zwischen Kandidaten der beiden Parteien kommt.

Außerdem werden die Gemeinderäte neu besetzt. Und auch die meisten Ersten Bürgermeister standen zur Wahl. Vielerorts ist bereits eine Entscheidung gefallen, wer künftig im Rathaus sitzen wird. Und auch die Wahlen der Stadt- und Gemeinderäte sind größtenteils ausgezählt.

Bei den Personenwahlen reicht es nicht, mehr Stimmen als die anderen Kandidierenden zu erhalten. Um als Landrat oder Bürgermeister direkt gewählt zu werden, müssen Kandidierende mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen auf sich vereinen.

Erreicht kein Kandidat oder keine Kandidatin die absolute Mehrheit, ist eine Stichwahl zwischen den beiden Kandidierenden mit den meisten Stimmen nötig. So etwa in München, wo es zu einem Duell zwischen Dieter Reiter von der SPD und Dominik Krause von den Grünen kommt.

Den Stichwahlteilnehmern bleiben zwei weitere Wochen, die Wählerinnen und Wähler von sich zu überzeugen. Am 22. März werden diese dann erneut an die Wahlurnen gerufen. Während viele Wahlhelferinnen und -helfer in den kommenden Tagen weiter Stimmen auszählen, laufen andernorts bereits die Vorbereitungen auf die nächste Wahlentscheidung.

Von der CSU unterstützte Bürgermeisterkandidaten wurden in Kommunen mit mehr als 10 000 Einwohnern am häufigsten direkt gewählt oder ziehen in eine Stichwahl ein. Rund halb so viele Kandidaten der SPD treten in einer Stichwahl an, nur ein Drittel war schon im ersten Wahlgang erfolgreich.

Zu beachten ist, dass Bewerber auch hier häufig von mehreren Parteien gemeinsam vorgeschlagen wurden und dann jeder der beteiligten Parteien zugerechnet werden. Michael Prestel, der Wahlgewinner in Burgkirchen an der Alz, wurde von den Freien Wählern und der CSU unterstützt und wird in folgender Grafik für beide Parteien gewertet.

Text: Oliver Schnuck; Redaktion: Katja Auer, Berit Kruse; Schlusskorrektur: Florian Kaindl; Entwicklung: Theresa Eingartner, Markus Hametner, Stefan Kloiber, Sören Müller-Hansen, Oliver Schnuck; Infografik und Design: Sarah Unterhitzenberger; Testing: Malte Hornbergs; Datenrecherche: Marius Antonini, Niklas Schneider, Natalie Sablowski, Berit Kruse, Marie-Louise Timcke

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.