Bayerns Pressefotos des Jahres 2025

Ausgezeichnet

Aus Hunderten Bildern hat eine Jury die besten Pressefotos des Jahres 2025 ausgewählt. Eine wichtige Aufgabe in Zeiten künstlich generierter Bilder.

Bayerns Pressefotos des Jahres 2025

Ausgezeichnet

Aus Hunderten Bildern hat eine Jury die besten Pressefotos des Jahres 2025 ausgewählt. Eine wichtige Aufgabe in Zeiten künstlich generierter Bilder.

28. November 2025 | Lesezeit: 3 Min.

Katastrophen, Höchstleistungen und schöne, wenn auch manchmal ganz schlichte Momente haben die Berichterstattung im Jahr 2025 geprägt. Der Klimawandel, der das Ufer das Bodensees nahezu trockenlegt und dem Borkenkäfer im Harz gerade recht kommt; ein Attentäter, der mit seinem Auto in einen Demonstrationszug in München rast, ein zweijähriges Kind und seine Mutter tötet und 38 weitere Menschen teils schwer verletzt. Und immer wieder kleine, stille oder manchmal auch ganz laute Momente spiegeln sich wider in den Gewinnerfotos des Wettbewerbs "Pressefoto Bayern 2025".

Die Gewinner werden alljährlich im Landtag ausgezeichnet. Die Jury kürte die Sieger in acht Kategorien. Tobias Reiß, Vizepräsident des Landtags. würdigt die Einsendungen und nennt die Arbeit der Fotografen einen "Dienst an unserer Demokratie". Manipulierte oder künstlich generierte Bilder und Videos fluteten die neuen Medien zu jedem x-beliebigen Thema, sagt er. Sie würden als Nachrichten verkleidet, manipulierten aber den Blick auf die Welt. Die Pressefotografen, die nach dem Berufskodex arbeiten, nennt er "die Hüter der visuellen Nachrichten". 

Pressefoto des Jahres

Als Gesamtsieger wurde Matthias Schrader, 53, aus München ausgezeichnet, der für die Agentur Associated Press (AP) den vom Borkenkäfer kahl gefressenen Harz fotografiert. Mit „Lichtblick“ hat er das Foto betitelt. 

„Das Foto des vom Borkenkäfer gezeichneten Walds im Harzer Mittelgebirge, durch den sich eine Dampflok ihren Weg bahnt, verknüpft Ursache und Wirkung des Klimawandels in einer eindrucksvollen, fast schmerzhaften Bildsprache. In einer Zeit, in der autoritäre Bewegungen versuchen, gesellschaftliche Debatten von zentralen ökologischen Fragen umzulenken, gewinnt dieses Bild zusätzliche Relevanz“, urteilte die Jury. 

Der Hauptpreis ist mit 2500 Euro dotiert, die anderen Gewinner erhalten je 1000 Euro.

Bayern – Land und Leute

Marcus Schlaf aus Oberhaching wurde in der Kategorie Bayern Land & Leute für sein Foto des Pastoralreferenten Florian Hammerl ausgezeichnet, der auf der Zugspitze einen Gottesdienst abhält. 

„Ein Bild von meditativer Ruhe, das ehrfürchtiges Staunen über die Natur ausstrahlt“, schreibt die Jury. Erschienen ist das Foto im Münchner Merkur und der tz.

Tagesaktualität

Im Februar 2025 steuerte ein Mann sein Auto in einen Demonstrationszug, zwei Menschen kamen ums Leben, 44 wurden verletzt. Thomas Vonier aus München fotografierte den Tatort für sz-photo und wurde dafür in der Kategorie Tagesaktualität ausgezeichnet. 

Die Jury urteilte: „Eine stille Aufnahme, erschütternd und präzise. Hier zeigt sich die gesellschaftliche Verantwortung der Pressefotografie. Kein schönes Bild, aber ein notwendiges.“

Umwelt und Energie

Den Preis für Umwelt & Energie bekam Angelika Warmuth aus Weßling, die für dpa und Reuters arbeitet. Sie dokumentierte den niedrigen Wasserstand am Bodensee und zeigt damit, „wie die Folgen der Erderwärmung schließlich auf den Menschen zurückfallen und ihn selbst einschränken“, wie die Jury schreibt.

Newcomer

Den Newcomer Award erhielt der 25-jährige Maximilian Beck, der Fotodesign an der Hochschule München studiert. Für eine Studienarbeit fotografierte er eine Serie zu Stock-Car-Rennen.

 Das Urteil der Jury: „Die Komposition reizt zum Schmunzeln und erzählt aus sich heraus eine Geschichte. Voller Körpereinsatz beim Rallye-Sport und dynamische Rennfahrer-Pose treffen auf die lässige, gemütliche Ausstrahlung des Protagonisten und sein verbeultes Auto. Diese Widersprüche wecken Emotionen und sind im richtigen Moment festgehalten.“

Kultur

In der Kategorie Kultur gewann Alexander Hassenstein aus Seefeld mit seinem Foto „Bavarian Black Romeo“. Er fotografierte den in Kuba geborenen Ballerino Osiel Gouneo, den Solotänzer des Bayerischen Staatsballetts. „Eine energiegeladene Momentaufnahme voller Körperspannung“, heißt es im Urteil der Jury.

Serie

In der Kategorie Serie gewann die 27-jährige Münchner Fotografin Anna Szilágyi der European Pressphoto Agency (EPA). Sie begleitete zehn Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, bei ihrem Klettertraining in München. Dabei stehe nicht die Krankheit im Mittelpunkt, sondern der Lebensmut der Aktiven, so die Begründung der Jury.

Sport

Bernd Feil aus Bad Wörishofen von der Agentur „Moments in Sport“ wurde in der Kategorie Sport ausgezeichnet. Er hielt die Parade von Torhüterin Ann-Katrin Berger beim Viertelfinale der Fußball-EM der Frauen fest.

Pressefoto des Jahres

Als Gesamtsieger wurde Matthias Schrader, 53, aus München ausgezeichnet, der für die Agentur Associated Press (AP) den vom Borkenkäfer kahl gefressenen Harz fotografiert. Mit „Lichtblick“ hat er das Foto betitelt. 

„Das Foto des vom Borkenkäfer gezeichneten Walds im Harzer Mittelgebirge, durch den sich eine Dampflok ihren Weg bahnt, verknüpft Ursache und Wirkung des Klimawandels in einer eindrucksvollen, fast schmerzhaften Bildsprache. In einer Zeit, in der autoritäre Bewegungen versuchen, gesellschaftliche Debatten von zentralen ökologischen Fragen umzulenken, gewinnt dieses Bild zusätzliche Relevanz“, urteilte die Jury. 

Der Hauptpreis ist mit 2500 Euro dotiert, die anderen Gewinner erhalten je 1000 Euro.

Bayern – Land und Leute

Marcus Schlaf aus Oberhaching wurde in der Kategorie Bayern Land & Leute für sein Foto des Pastoralreferenten Florian Hammerl ausgezeichnet, der auf der Zugspitze einen Gottesdienst abhält. 

„Ein Bild von meditativer Ruhe, das ehrfürchtiges Staunen über die Natur ausstrahlt“, schreibt die Jury. Erschienen ist das Foto im Münchner Merkur und der tz.

Tagesaktualität

Im Februar 2025 steuerte ein Mann sein Auto in einen Demonstrationszug, zwei Menschen kamen ums Leben, 44 wurden verletzt. Thomas Vonier aus München fotografierte den Tatort für sz-photo und wurde dafür in der Kategorie Tagesaktualität ausgezeichnet. 

Die Jury urteilte: „Eine stille Aufnahme, erschütternd und präzise. Hier zeigt sich die gesellschaftliche Verantwortung der Pressefotografie. Kein schönes Bild, aber ein notwendiges.“

Umwelt und Energie

Den Preis für Umwelt & Energie bekam Angelika Warmuth aus Weßling, die für dpa und Reuters arbeitet. Sie dokumentierte den niedrigen Wasserstand am Bodensee und zeigt damit, „wie die Folgen der Erderwärmung schließlich auf den Menschen zurückfallen und ihn selbst einschränken“, wie die Jury schreibt.

Newcomer

Den Newcomer Award erhielt der 25-jährige Maximilian Beck, der Fotodesign an der Hochschule München studiert. Für eine Studienarbeit fotografierte er eine Serie zu Stock-Car-Rennen.

 Das Urteil der Jury: „Die Komposition reizt zum Schmunzeln und erzählt aus sich heraus eine Geschichte. Voller Körpereinsatz beim Rallye-Sport und dynamische Rennfahrer-Pose treffen auf die lässige, gemütliche Ausstrahlung des Protagonisten und sein verbeultes Auto. Diese Widersprüche wecken Emotionen und sind im richtigen Moment festgehalten.“

Kultur

In der Kategorie Kultur gewann Alexander Hassenstein aus Seefeld mit seinem Foto „Bavarian Black Romeo“. Er fotografierte den in Kuba geborenen Ballerino Osiel Gouneo, den Solotänzer des Bayerischen Staatsballetts. „Eine energiegeladene Momentaufnahme voller Körperspannung“, heißt es im Urteil der Jury.

Serie

In der Kategorie Serie gewann die 27-jährige Münchner Fotografin Anna Szilágyi der European Pressphoto Agency (EPA). Sie begleitete zehn Menschen, die an Multipler Sklerose erkrankt sind, bei ihrem Klettertraining in München. Dabei stehe nicht die Krankheit im Mittelpunkt, sondern der Lebensmut der Aktiven, so die Begründung der Jury.

Sport

Bernd Feil aus Bad Wörishofen von der Agentur „Moments in Sport“ wurde in der Kategorie Sport ausgezeichnet. Er hielt die Parade von Torhüterin Ann-Katrin Berger beim Viertelfinale der Fußball-EM der Frauen fest.

Text: Katja Auer; Redaktion: Marion Zellner; Digitales Storytelling: Verena Wolff, Katja Auer

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.