„Berlin ist ein riesiges Freilichtmuseum der Industriekultur“

Einst galt die Stadt als die modernste Metropole Europas. Noch heute zeugen prachtvolle Industriebauten davon. Diese lassen sich hervorragend erkunden – nun auch mit dem Fahrrad.

„Berlin ist ein riesiges Freilichtmuseum der Industriekultur“

Einst galt die Stadt als die modernste Metropole Europas. Noch heute zeugen prachtvolle Industriebauten davon. Diese lassen sich hervorragend erkunden – nun auch mit dem Fahrrad.

27. Juni 2024 - 9 Min. Lesezeit

Eine riesige Kanone, grau lackiert und mit einem gigantisch langen Rohr, das schräg nach oben in den Himmel gereckt ist, mitten in einer Grünanlage im Südosten von Berlin – kann das sein? „Auf den ersten Blick wirkt es wirklich wie eine Kanone“, sagt Joseph Hoppe, Leiter des Berliner Zentrums Industriekultur (BZI). „Tatsächlich aber handelt es sich um ein Fernrohr.“ Genauer: um das längste bewegliche Linsenfernrohr der Welt. 1896 wurde es zur Berliner Gewerbeausstellung errichtet. Sieben Millionen Menschen reisten damals an, um die Leistungsschau der deutschen Industrie zu besuchen, mehr als 3700 Stände waren vor den Toren Berlins errichtet worden, dort, wo sich heute der Treptower Park erstreckt. Siemens & Halske stellten einen Riesendynamo aus, Zeiss aus Jena präsentierte optische Geräte und Wilhelm Conrad Röntgen zeigte, wie seine X-Strahlen in der Medizin eingesetzt werden können.

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