Süddeutsche Zeitung

Zweiter Weltkrieg:Wie ein Muslim eine Jüdin vor den Nazis rettete

Eine Geschichte, die Mut macht in Zeiten des Hasses: Anna Boros überlebte als Teenager den Holocaust mitten in Hitlers Hauptstadt - dank eines tapferen Arabers. Eine Spurensuche in Berlin und Kairo.

Von Ronen Steinke

"Hier ist der leibhaftige Orient. Beduinen, Derwische, Kairenser, Türken, Griechen und die dazugehörigen Weiberchen und Mägdlein sind in unbestreitbarem Originalzustand vorhanden", davon war der große Theaterkritiker Alfred Kerr überzeugt, als er um die Jahrhundertwende durch das sommerliche Berlin flanierte. Der Duft von nahöstlichem Kardamom-Kaffee mischte sich mit den Rauchschwaden von Berliner Zwei-Pfennig-Zigaretten.

Vor kleinen Lehmhütten schmauchten, so schrieb ein weiterer Reporter, "Muselmänner in goldgestickter Seide". Wobei: "So ganz urwüchsig ist die große Gesellschaft, die wir jetzt den Sommer über im Zoologischen Garten sehen, natürlich nicht mehr", sie "ist vielmehr schon erheblich von der Zivilisation beleckt." Die Berliner gaben sich ihrer Orient-Faszination in vollen Zügen hin - aber am liebsten durch die Stäbe eines Zoos.

Die Araber wurden dort buchstäblich ausgestellt: 1909 in einem "Sudanesendorf", 1896 im "Tunesischen Harem", auch Kairo und Palästina waren beliebte Völkerschau-Motive. "Ick bitt Ihnen, schuppsen Se doch nich so!", zitiert ein zeitgenössischer Reisebericht aus dem Gedrängel.

Seine Nachfahren sind stolze Männer, ehemalige Offiziere

Dabei hatte Berlin längst auch eine beachtliche Gemeinde arabischer Bürger. Der Beginn des 20. Jahrhunderts war die Zeit, als Deutschland sich in arabischen Ländern beliebt machte, indem es deren Widerstand gegen britische und französische Kolonialherren unterstützte.

Wilhelm II. hatte im "Furor islamicus" ein Mittel gesehen, um diese beiden Imperien zu destabilisieren, und Arabiens Söhne eingeladen, an deutschen Universitäten zu studieren. Viele Jahrzehnte, bevor Blaumann tragende Gastarbeiter einwanderten, ließen sich Tausende Studenten aus vornehmstem Kairoer oder Damaszener Hause in der Hauptstadt nieder.

Das arabische Berlin war eine Gemeinde der Gebildeten: Die Moslemische Revue, das Organ der Deutsch-Moslemischen Gesellschaft, schwärmte davon, dass Albert Einstein, Martin Buber, Martin Niemöller, Thomas Mann und Hermann Hesse Veranstaltungen der Moschee besuchten, arabische Studenten trafen sich in der 1924 gegründeten Studentenvereinigung "Islamia" - und diese protestierte denn auch gegen die rassistischen Völkerschauen, mit denen die Zoos Kasse machten. Worauf ein Reporter seufzte: "Ohne Zweifel hat die Berliner Bevölkerung sehr viel von sich aus dazu beigetragen, dass der Orientale hier den ihm anerzogenen Respekt vor jedem Europäer vernachlässigen lernte."

Mit den Juden in Berlin kamen die Araber gut aus. Das war bekannt. Unbekannt war bisher aber, wie weit diese Zuneigung gehen konnte. Erst durch neue Entdeckungen im Landesarchiv und im Politischen Archiv des Auswärtigen Amtes, angestoßen durch den Berliner Arzt Karsten Mülder, ist es jetzt offensichtlich geworden. Mitten in der Hauptstadt des Hitler-Reichs versteckten Araber nach 1933 Juden, um ihr Leben zu retten. Es ist eine Geschichte, die Mut macht in diesen Zeiten des Hasses.

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat bis heute fast 25 000 mutige Männer und Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten, als "Gerechte unter den Völkern" geehrt, die bekannteste dieser Geschichten handelt von dem Frankfurter Mädchen Anne Frank, das in Amsterdam vom Ehepaar Miep und Jan Gies vor den Nazis versteckt wurde.

Aber diese Geschichte ist trotzdem einzigartig. Unter den 25 000 "Gerechten unter den Völkern" ist bislang nur ein Araber. Er lebte im Wedding, und während er dem jüdischen Mädchen Anna Boros das Leben rettete, war er selbst der Verfolgung durch die Nazis ausgesetzt.

Zwei seiner Nachfahren trifft man in einem schicken Shisha-Café im Osten Kairos, es sind stolze Männer, sehr aufrecht, zwischen den Zigaretten schlürfen sie Mokka: der Ex-General Mohammed El-Kelish und der Ex-Offizier Ahmed Nur el-Din Farghal. Sie haben Fotos mitgebracht, auf denen ihr Vorfahr Mohammed Helmy (1901-1982) schlank und nachdenklich aussieht, eines zeigt ihn im weißen Arztkittel in Berlin, eines im Tennis-Dress.

Es ist das erste Mal, dass die Verwandten bereit sind, mit einem Journalisten zu reden. Sie sind misstrauisch. Mohammed Helmy hatte in Deutschland seine große Liebe gefunden, so erzählen die Verwandten: die Berlinerin Emmy Schmidt. Und, so sagen sie: Er hatte ein großes Herz für Kinder.

Das Mädchen geht zu Dr. Helmy - zu einem "arischen Arzt" darf sie nicht

Warum blieb Mohammed Helmy während der Nazi-Zeit überhaupt in Berlin - freiwillig? "Er wollte helfen, Kranke und Verletzte zu behandeln", sagen die Verwandten. Der Ägypter, den die Nazis in ihrer Rassen-Pseudowissenschaft "hamitisch" nannten (Nachkomme Hams, eines Sohns Noahs), balancierte dabei von 1933 an ständig auf einem schmalen Grat zwischen Anpassung und Subversion - und vollbrachte ein wahres Husarenstück, um Anna das Leben zu retten.

Helmys Spur führt zurück in die Stadt Khartum, damals Ägypten, wo er 1901 als Kind eines Majors geboren wird, in eine mächtige Familie. Helmy geht in Kairo zur Schule. 1922 kommt er nach Berlin, um Medizin zu studieren. Hier tritt er ein in den muslimischen Mikrokosmos, der in der Zwischenkriegszeit schillert und glänzt: Eines der ersten Lichtspielhäuser Berlins wird von einem Ägypter betrieben, man tanzt im Lokal des Islam-Instituts in der Fasanenstraße, diskutiert im Orient-Klub in der Kalckreuthstraße. Oder von 1928 an in der Wilmersdorfer Moschee mit ihrem silbernen Zwiebelturm und ihren Minaretten.

1929 legt Helmy sein medizinisches Staatsexamen ab, 1931 beginnt er eine Promotion als Assistent am Robert-Koch-Krankenhaus in Moabit. 1933 endet sein beruflicher Aufstieg abrupt. Er darf noch zu Ende promovieren, aber er verliert seine Stelle im Krankenhaus. "Ein Arzt hat gesagt, man könne nicht mit ansehen, dass Dr. Helmy, ein Hamit, deutsche Frauen behandelt", gibt Helmy nach dem Krieg zu Protokoll, so kann man es in seiner Entschädigungsakte nachlesen. 1933 verlassen fast alle Araber das Land. Helmy ist einer von nur 300, die bleiben.

15 000 Araber

lebten schon vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland, besonders in Berlin. Die Wilmersdorfer Moschee dort wurde 1925 eröffnet, zeitweise zählten Menschen aus 40 Ländern zur Gemeinde, vor allem Akademiker.

Berlins erster Imam, Abdul Jabber Kheiri, promovierte gleichzeitig in Nationalökonomie bei Werner Sombart. Der syrische Mediziner Wassil Rasslan organisierte Vorträge zu islamischen Themen in der Aula der Fürstin-Bismarck-Schule in Charlottenburg.

Der Ägypter Mohamed Soliman betrieb Cabarets, Cafés und ein Stummfilmkino. Im heutigen Literaturhaus in der Fasanenstraße nahe dem Ku'damm befand sich von 1927 an das muslimische Kulturzentrum.

Warum tut sich einer das an, wenn er mit den Nazis gar nicht sympathisiert? Die Verwandten in Kairo zucken mit den Achseln. Er habe seine Patienten nicht im Stich lassen wollen, denken sie. Er hatte seine Emmy, die er nicht verlassen wollte.

Die Familie ist wohlhabend; umso größer ist der Kontrast zu dem Leben, auf das sich Mohammed Helmy in Berlin einlässt: Patienten darf er von 1933 an nur noch privat empfangen. Unter ihnen ist nun das jüdische Mädchen Anna Boros. Zu einem "arischen" Arzt kann sie nicht mehr gehen. Helmy bekommt mit, wie sie als 13-Jährige 1938 ihre Schule verlassen und auf eine jüdische Schule wechseln muss.

Die Nazis umwerben die arabische Welt

Nach dem Krieg erinnert Anna sich so: "Es würde ein zu langer Lebenslauf werden, um all die Demütigungen und Verfolgungen, denen wir jüdische Kinder in der Schule und außerhalb ausgesetzt waren, einzeln aufzuführen."

Im November 1938 gehen Synagogen in Flammen auf, Juden werden auf der Straße totgeprügelt. Helmy beginnt, sich um das Mädchen Anna zu kümmern, besonders, nachdem 1940 auch die jüdische Schule geschlossen wird. Er stellt sie als Praxisgehilfin ein, bringt ihr bei, wie man durch ein Mikroskop schaut und Bluttests macht.

Er berät sich auch mit ihrer Mutter und Großmutter. Die beiden jüdischen Berlinerinnen halten sich mit einem Gemüsehandel über Wasser, die Männer in ihrem Leben sind unbeständig gewesen; die Tochter heißt Anna Boros, die Mutter Julie Wehr, die Großmutter Cecilie Rudnik.

Helmy muss sich inzwischen selbst in Acht nehmen: Die Rechtsabteilung des Auswärtigen Amtes verfügt kurz nach Kriegsbeginn 1939, man solle 20 bis 30 Berliner Ägypter "internieren", um sie gegen deutsche Soldaten auszutauschen, die in Nordafrika in Gefangenschaft geraten sind.

Auf der Liste stehen Araber, denen man anscheinend einen besonders hohen Tauschwert zuspricht: mit akademischen Titeln und Funktionen in islamischen Vereinen. Mohammed Helmy wird am 3. Oktober in Haft gesteckt, erst nach fünf Wochen unter erbärmlichen Bedingungen kommt er frei.

Andererseits kommt ihm zugute, dass die Islam-Politik der Nazis weiter von Kalkül getrieben ist. Als Hitlers führender Ideologe Alfred Rosenberg die "heftige geistige Angriffsstimmung in den islamischen Zentren" lobt, "geführt vom fanatischen Geiste Mohammeds", da hat er gemeinsame Feinde im Sinn - Juden und Briten. Die Nazis umwerben die arabische Welt. Sie hoffen auf ein Bündnis.

Im Winter 1941 beginnen die Deportationen der Berliner Juden. Aber Araber werden in Ruhe gelassen.

Amin al-Husseini, der antisemitische Großmufti von Jerusalem, wird 1941 als Ehrengast Hitlers in Berlin hofiert und in einer "arisierten" Villa einquartiert, die Nazis setzen ihn auch als neuen Chef der islamischen Gemeinde Berlins ein. Die Mitglieder seiner Gemeinde stehen unter einem gewissen Schutz - und so kommt auch Mohammed Helmy aus der Gestapo-Haft frei, in welche ihn neue Denunziationen ein zweites Mal gebracht haben.

Im März 1942 erhält die Familie des jüdischen Mädchens Anna die Aufforderung, sich bei der Gestapo zu melden, zur Deportation. Dies ist der Moment, da Helmy sich entschließt, ihr beim Untertauchen zu helfen und sich dem Nazi-Terror entgegenzustellen. Er versteckt die inzwischen 17-jährige Anna in einer Laube im Vorort Buch, die seiner Freundin Emmy gehört. Wenn es dort zu gefährlich wird, bringt er sie zu Bekannten und stellt sie als seine muslimische Nichte vor. Auch Annas Mutter hilft er: Er bringt sie bei einer seiner Patientinnen unter, Frieda Szturmann.

Der antisemitische Großmufti erfährt nichts von dem Trick

Zugleich beginnt Helmy langsam, einen Plan zu entwickeln, der Anna auch dauerhaft einen Ausweg eröffnen soll. Mit Anna selbst kann man darüber heute nicht mehr sprechen, sie ist 1986 gestorben. Dafür aber mit ihrer Familie, die groß und dankbar ist - allerdings weit entfernt von Berlin lebt, in den USA.

Es liegt jetzt ziemlich genau ein Jahr zurück, dass eines Abend Annas Tochter, Carla Greenspan, in Manhattan ihre ganze Familie um sich versammelte, drei Kinder, Brüder, Halbbrüder, insgesamt 25 Menschen. "Wir schauten uns um", erzählt sie, "und sagten: Niemand von uns wäre heute hier, wenn es Doktor Helmy nicht gegeben hätte. Dieser ganze Raum mit 25 Menschen wäre einfach leer."

Der erste Schritt in Helmys Plan zur Rettung Annas geht so: Am 10. Juni 1943 organisiert er Annas Übertritt zum Islam. Die Urkunde, die das bezeugt, stammt vom Islamischen Zentralinstitut zu Berlin, geleitet ausgerechnet vom Großmufti und Hitler-Freund Husseini.

Der antisemitische Großmufti erfährt natürlich nichts davon, dass er für den Übertritt einer Jüdin Pate stehen soll. Die Nazis pflegen so enge Bande mit dem Großmufti, dass Helmy hofft, sie würden die Herkunft seiner Gemeindemitglieder nicht näher untersuchen, oder, falls doch, vielleicht darüber hinwegsehen.

Eine muslimische Hochzeit als Rettung

Dabei bekommt er Hilfe von einem alten Studienfreund, Kamal Eldin Galal. Der hat sich zwar dem NS-Regime angedient, er verdingt sich als Autor von Propagandasendungen für die arabische Welt sowie als Generalsekretär der Hitler-freundlichen Moscheegemeinde unter Großmufti Husseini. Aber bei Nacht ist er trotzdem bereit, mit Helmy gemeinsam dem Mädchen Anna zu helfen, mit entwendeten Briefköpfen und Stempeln.

Zweiter Schritt: In der Nacht zum 16. Juni 1943 organisiert Helmy in seiner Wohnung eine muslimische Hochzeit für Anna. Wieder werden Papiere aufgesetzt. Helmy gibt sich darin als Vater der Braut aus, wodurch Anna auf dem Papier zu einer angeblichen arabischen Herkunft gelangen soll, und wieder hilft ein alter Freund aus dem untergegangenen arabischen Vorkriegs-Berlin, diesmal der 36-jährige Abdel-Aziz Helmi Hammad, ein ägyptischer Landsmann, der 1939 gemeinsam mit Helmy inhaftiert war. Er gibt den Ehemann.

Die Tarnung eines jüdischen Mädchens als Muslimin, um die Mufti-freundlichen Nazis übers Ohr zu hauen: Ob dieser Plan je aufgeht?

Fest steht nur: Anna schafft es, lebend den Sommer 1945 zu erreichen, obwohl sie Berlin nie verlässt und obwohl auch ihr Versteck in der Laube mindestens einmal enttarnt wird - woraufhin Helmy bei der Gestapo erscheinen, Papiere vorlegen und einen langen Streit mit den Uniformierten ausfechten muss.

Worum da genau gestritten wird, kann man Helmy nicht mehr fragen, er ist 1982 in Berlin gestorben. Aber offenbar hatte er Erfolg.

Einige Jahre später, am 2. Juni 1960, hebt Anna im Büro der New Yorker Notarin Theodora W. Joven Hoyt ihre rechte Hand, gibt eine eidesstattliche Erklärung ab und schickt diese nach Berlin, an die Jüdische Gemeinde in der Joachimstalerstraße sowie an den Senat: Man möge Helmy auszeichnen, diesen "wundervollen Menschen", der jeden Dank ablehnt.

Mohammed Helmy lebt da noch immer in Berlin. Warum, das können auch seine noch lebenden Verwandten in Kairo nicht recht beantworten. Wollte er nie weg aus dem zerbombten, verarmten, tief beschämten Land?

Die beiden Männer erzählen von dem schönen Leben, das Helmy wenigstens nach dem Krieg in Deutschland gehabt habe: Wie er endlich seine Verlobte Emmy heiraten durfte, wie die Alliierten, auf der Suche nach politisch Unbelasteten, ihn sogar zum Klinikchef in Buch machten.

Die Nachfahren Helmys lehnen den Preis aus Israel ab

Im Herbst 2013 wird in Jerusalem eine Medaille geprägt, auf der steht: "Wer ein Leben rettet, hat eine ganze Welt gerettet." Ein jüdischer Spruch aus dem Talmud. Die Medaille ist für Mohammed Helmy (1901-1982), den "Gerechten unter den Völkern". Doch die Verwandten in Kairo kamen nicht zur Zeremonie. Sie wollen den Preis nicht. Weil er aus Israel kommt.

Die Sache wird kurzzeitig zu einem Politikum, als auf der Webseite von Yad Vashem noch Kommentare auftauchen, die von einem "zionistisches Komplott" raunen, mit Helmy als nützlichem Idioten für ein israelisches Propagandastück.

"Wenn irgendein anderes Land ihn ehren würde - wir würden uns freuen", sagen heute die beiden Ex-Offiziere im Shisha-Café in Kairo. "Helmy hat allen Menschen geholfen, egal welche Religion sie hatten. Nun will Israel ihn speziell dafür auszeichnen, dass er Juden geholfen hat. Das wird seiner Haltung und seinem Lebenswerk überhaupt nicht gerecht."

Die Nachfahren des Mädchens Anna sind traurig darüber, wie sie sagen. Sie hoffen, die Familie ihres Retters doch noch irgendwann kennenzulernen.

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Quelle:
SZ vom 10.01.2015/odg
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