Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Der Überfall

Vor 70 Jahren lässt Adolf Hitler die Wehrmacht in das Nachbarland Polen einmarschieren - Auftakt zum größten Blutvergießen der Menschheit.

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Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Angriff auf Polen

"Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen!" Mit diesen Worten verkündet Adolf Hitler am 1. September 1939 den Überfall auf Polen. Vorwand ist ein Überfall auf den Rundfunksender im oberschlesischen Gleiwitz - fingiert von Nazi-Schergen in polnischen Uniformen.

Der Öffentlichkeit im In- und Ausland soll glaubhaft gemacht werden, der deutsche Angriff sei reine Selbstverteidigung.

Bei seiner Rede im Reichstag vermeidet Hitler dann auch das Wort "Krieg" - in der Hoffnung, dass die Westmächte Frankreich und Großbritannien stillhalten.

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Westerplatte Polen Zweiter Weltkrieg Danzig AP

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Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Feuer auf die Westerplatte

Mit dem "Feldzug" gegen Polen beginnt der Zweite Weltkrieg.

Frühmorgens beschießt das Linienschiff Schleswig-Holstein die polnischen Befestigungen auf der Westerplatte vor Danzig.

Die zerstörten Befestigungsanlagen der Polen auf der Westerplatte nach der Eroberung durch die Wehrmacht. Foto: AP.

Zweiter Weltkrieg Polen Wehrmacht Schlagbaum Bundearchiv

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Der Angriff auf Polen erfolgt an der gesamten Grenze: von Oberschlesien bis Ostpreußen. Auf diesem Foto brechen Wehrmachtssoldaten einen polnischen Schlagbaum bei Danzig.

Foto: Bundesarchiv. Bild 146-1979-056-18A

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Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Lebensraum im Osten

Bereits im Februar 1933 hat Reichskanzler Adolf Hitler vor Reichswehroffizieren über die Eroberung von "Lebensraum im Osten" gesprochen. Im April 1939 wies Hitler die Wehrmacht an, den Krieg gegen Polen vorzubereiten.

Adolf Hitler (Mitte links am Tisch) stärkt sich während eines Besuchs des Kriegsschauplatzes in Polen 1939 mit Essen aus der Feldküche. Foto: dpa

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Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Hitler-Stalin-Pakt

Möglich gemacht wird der Angriff auf Polen durch den Hitler-Stalin-Pakt. Der Vertrag garantiert dem Deutschen Reich die Neutralität der Sowjetunion im Falle eines Krieges mit Polen.

Am 24. August 1939 unterzeichneten der Außenminister des Deutschen Reichs, Joachim von Ribbentrop (links) und der sowjetische Außenminister Wjatscheslaw Molotow (vorn) in Moskau den deutsch-russischen Nichtangriffspakt.

In einem geheimen Zusatzprotokoll vereinbarten beide Seiten zusätzlich die Teilung Polens.

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Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Vormarsch auf breiter Front

Der Krieg gegen Polen wird als "Blitzkrieg" geführt. Es ist ein ungleicher Kampf, der nur wenige Wochen dauert: Die Polen wehren sich verzweifelt - teilweise attackieren sie die Invasoren zu Pferd mit gezogenem Säbel. Die Deutschen verfügen über eine moderne motorisierte Truppe, die Luftwaffe unterstützt das Heer massiv. Insgesamt marschieren etwa 1,5 Millionen deutsche Soldaten Richtung Warschau.

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Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Kurz vor dem Sieg

Wehrmachtssoldaten inspizieren am 8. September 1939 ein abgeschossenes polnisches Militärflugzeug. Einen Monat später hat die Wehrmacht Polen offiziell besiegt.

Mitte September dringen auch sowjetische Truppen in Polen ein.

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Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Warschau kapituliert

Schließlich wird Warschau drei Tage lang bombardiert. Die Stadt kapituliert am 28. September 1939.

Um den Sieg zu feiern, fliegt Hitler in die polnische Hauptstadt und nimmt dort an einer Parade der deutschen Truppen teil.

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Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Siegesmarsch

Die westlichen Gebiete Polens werden als "Warthegau" und "Reichsgau Danzig-Westpreußen" dem Reich angegliedert, der Rest des von deutschen Truppen besetzten Gebiets wird zum "Generalgouvernement" zusammengefasst.

Parade in Warschau am 5. Oktober 1939. Foto: dpa

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Es folgen brutale Jahre: Hitlers Statthalter Hans Frank unterdrückt die Bevölkerung und forciert die Verfolgung der zahlreichen polnischen Juden - unzählige werden bei Massakern ermordet oder in den Konzentrationslagern vergast.

1943 schlagen die Deutschen brutal den Aufstand im Warschauer Ghetto nieder; 1944 den Warschauer Aufstand der polnischen Heimatarmee in der besetzten Stadt.

Die Rote Armee vertreibt schließlich 1944/45 die Deutschen aus Polen.

Diese Aufnahme eines deutschen Soldaten, der einen Juden fotografiert, entstand in Lodz.

Foto: Bundesarchiv. Bild 101III-Schilf-003-24

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Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Durchhalteparolen

Am 21. Oktober 1944 erobert die Rote Armee die erste deutsche Stadt. Trotz der Niederlagen herrscht in der Reichskanzlei in Berlin noch lange Zeit der Wahn vom "Endsieg". Bis zuletzt versucht die Nazi-Führung die unter Hunger und Kälte leidende Bevölkerung mit fanatischen Durchhalteparolen zum Widerstand aufzurufen. Am 25. April 1945 schließlich treffen sich die vorrückenden Amerikaner und Sowjets an der Elbe bei Torgau.

Auf dem Foto sind junge deutsche Soldaten zu sehen, die nach ihrer Gefangennahme von einem US-Soldaten bewacht werden.

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Zweiter Weltkrieg: Angriff auf Polen:Sieg der Alliierten

Am 2. Mai 1945 hisst der sowjetische Soldat Meliton Kantarija aus Georgien die sowjetische Flagge propagandawirksam auf dem Berliner Reichstag. Wenige Tage später kapituliert Deutschland bedingungslos - das Ende des Weltkrieges in Europa.

Der Mann, der das unfassbar grausame Blutvergießen mit dem Angriff auf Polen entfesselt hatte, ist zu diesem Zeitpunkt schon tot. Adolf Hitler hatte sich am 30. April in seinem Bunker erschossen.

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(sueddeutsche.de/liv/odg/bgr)

© Süddeutsche.de/odg
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