Zum Ende der WehrpflichtEinmal husten, bitte!

Am Anfang stand der Hodengriff: An diesem Donnerstag endet die Wehrpflicht. Damit fällt auch eines der prägendsten Ereignisse im Leben eines jungen Mannes weg. Von Ausmusterungstipps bis zu den Ausscheidern - zehn Dinge, die wir vermissen werden.

Am Anfang stand der Hodengriff: An diesem Donnerstag endet die Wehrpflicht. Damit fällt auch eines der prägendsten Ereignisse im Leben eines jungen Mannes weg. Von Ausmusterungstipps bis zu den Ausscheidern - zehn Dinge, die wir an der Wehrpflicht vermissen werden. (Zumindest jene unter uns, die keine Berufssoldaten sind oder werden wollen.)

Die Musterung

Mit dem Ende der Wehrpflicht fällt eines der wohl prägendsten Ereignisse im Leben eines jungen Mannes weg - der Hodengriff kombiniert mit der Anweisung "Einmal husten, bitte!" Gleichzeitig bedeutet dies auch das Aus für alle Tipps für Totalverweigerer, Kandidaten also, die dem Dienst an der Waffe genauso skeptisch gegenüberstehen wie dem Zivildienst und dabei ein erstaunlich kreatives Potential an den Tag legen - was inzwischen in unzähligen Internetforen dokumentiert ist. Ein besonders hübsches Beispiel dafür liefert etwa der "Freund einer Bekannten" eines Internetnutzers, der mit Teddy unterm Arm und nasser Hose bei besagtem Termin erschienen sei. Nach der Musterung hätte er laut nach seiner Mama geschrien, woraufhin "sie ihn wieder gehen ließen", schreibt der Nutzer. Allerdings war das Risiko, eingezogen zu werden, in den vergangenen Jahren vergleichsweise gering: Nicht einmal mehr jeder Sechste musste in die Kaserne einrücken. Die letzte Generation an Wehrpflichtigen bestand nach Angaben von Peter Tobiasson vom Amt für Kriegsdienstverweigerer eigentlich nur noch aus Freiwilligen.

Bild: dpa 30. Juni 2011, 13:522011-06-30 13:52:33 © sueddeutsche.de/hai/segi/odg/cat/mcs