SpanienGebrochene Schiene könnte Grund für tödliches Zugunglück sein

Eine staatliche Untersuchungskommission hat als möglichen Grund für die Entgleisung des Zuges eine gebrochene Schiene genannt.
Eine staatliche Untersuchungskommission hat als möglichen Grund für die Entgleisung des Zuges eine gebrochene Schiene genannt. (Foto: Guardia Civil via AP/)
  • Eine staatliche Untersuchungskommission nennt den Bruch einer Schiene als mögliche Ursache für das Zugunglück in Spanien mit 45 Toten.
  • Ermittler fanden Kerben an den Rädern des verunglückten Zuges und drei weiterer Züge, die kurz zuvor auf diesem Streckenabschnitt fuhren.
  • Bei dem Unglück nahe Adamuz entgleiste ein Iryo-Zug und kollidierte mit einem entgegenkommenden Renfe-Zug bei über 200 Kilometern pro Stunde.
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Nach dem Zugunglück im Süden Spaniens mit 45 Toten finden Ermittler Kerben an den Laufflächen der Räder – auch bei anderen Zügen.

Nach dem verheerenden Zugunglück im Süden Spaniens hat eine staatliche Untersuchungskommission in einer ersten Einschätzung den Bruch einer Schiene als mögliche Ursache genannt. Die Kommission Ciaf teilte mit, es seien Kerben an den Laufflächen der Räder des Zuges festgestellt worden. Diese Kerben und die beobachtete Verformung der Schienen deuteten darauf hin, dass eine Schiene bereits gebrochen gewesen sei, bevor der Zug darüberfuhr und entgleiste.

Ähnliche Kerben seien auch an den Rädern von drei anderen Zügen gefunden worden, die kurz zuvor auf diesem Streckenabschnitt gefahren sind. Weitere Untersuchungen im Labor seien notwendig um die Ursache für den Bruch zu ermitteln. Andere Hypothesen zur Unfallursache seien aber weiterhin nicht ausgeschlossen, betonte die Kommission.

Bei dem Zugunglück waren nahe der spanischen Ortschaft Adamuz die letzten Wagen eines Zuges der Marke Iryo entgleist und auf das Nebengleis geraten. Ein entgegenkommender Renfe-Zug kollidierte mit diesen Waggons und wurde bei einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde aus dem Gleis geschleudert. Bei dem Unglück starben 45 Menschen und mehr als 120 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.

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