bedeckt München

Zitate von Nelson Mandela:"Ein Ideal, für das ich zu sterben bereit bin"

Nelson Mandela träumte von Südafrika als einer Regenbogennation, in der Schwarze und Weiße aufrecht gehen können, ohne Angst zu haben. Viele Jahre vor seinem Tod prophezeite er: "Ich zweifele keinen einzigen Augenblick, dass, wenn ich in die Ewigkeit eingehe, ich ein Lächeln auf den Lippen haben werde."

Zitate im Überblick

9 Bilder

Sharpeville Victim

Quelle: Getty Images

1 / 9

Nelson Mandela träumte von Südafrika als einer Regenbogennation, in der Schwarze und Weiße aufrecht gehen könnten, ohne Angst zu haben. Viele Jahre vor seinem Tod prophezeite er: "Ich zweifele keinen einzigen Augenblick, dass, wenn ich in die Ewigkeit eingehe, ich ein Lächeln auf den Lippen haben werde." Mandela-Zitate gesammelt von der Nachrichtenagentur AFP

"Ich habe gegen die weiße Vorherrschaft gekämpft, und ich habe gegen die schwarze Vorherrschaft gekämpft. Mein teuerstes Ideal ist eine freie und demokratische Gesellschaft, in der alle in Harmonie mit gleichen Chancen leben können. Ich hoffe, lange genug zu leben, um dies zu erreichen. Doch wenn dies notwendig ist, ist dies ein Ideal, für das ich zu sterben bereit bin."

Mandela 1964 in seiner Verteidigungsrede im sogenannten Rivonia-Prozess / Im Bild: einer von 69 Schwarzen, die am 21. März 1960 von der Polizei erschossen wurden. Das Massaker von Sharpeville änderte Mandelas zuvor kritische Einstellung zum bewaffneten Widerstand. Er übernahm danach die Führung dese bewaffneten ANC-Flügels.

DOC CECILE

Quelle: AFP

2 / 9

"Eines der Probleme, die mich im Gefängnis zutiefst beschäftigten, war das falsche Bild, das ich ungewollt in der Welt verbreitet hatte: Man betrachtete mich als Heiligen. Doch das war ich nicht, selbst wenn man auf die bodenständige Definition zurückgreift, wonach ein Heiliger ein Sünder ist, der sich zu bessern sucht."

Mandela in einem Interview mit der "Sunday Times" / Im Bild: Mandela unmittelbar nach seiner Verurteilung im Juni 1964 auf dem Weg ins Gefängnis.

-

Quelle: AFP

3 / 9

"Ich habe das Gefühl, dass alle Teile meines Körpers, Fleisch, Blut, Knochen und Seele nichts mehr als Galle sind, so sehr verbittert mich die völlige Machtlosigkeit, Dir zu Hilfe zu kommen in diesen schrecklichen Momenten, die Du durchlebst."

Mandela 1970 in einem Brief an seine zweite Frau Winnie

Let Me Get You

Quelle: Getty Images

4 / 9

"Ich bin nicht mit dem Hunger nach Freiheit geboren worden. Ich bin frei geboren worden - frei auf jede Weise, die ich kennen konnte. Frei auf die Felder nahe der Hütte meiner Mutter zu laufen, frei, in dem klaren Fluss zu schwimmen, der durch mein Dorf floss, frei, Mealies (Mais; Anm. d. Red.) unter den Sternen zu rösten und auf dem breiten Rücken langsam dahintrottender Büffel zu reiten. (...) Erst als ich begriff, dass die Freiheit meiner Kindheit nur eine Illusion war, dass man mich bereits meiner Freiheit beraubt hatte, begann ich Hunger nach ihr zu haben."

Mandela in seiner Autobiografie "Der lange Weg zur Freiheit" / Im Bild: Schwarze protestieren im Juni 1976 in der Nähe von Johannesburg gegen die Rassentrennung

White Area

Quelle: Getty Images

5 / 9

"Ich wusste ganz klar, dass der Unterdrücker ebenso frei sein muss wie der Unterdrückte. Ein Mensch, der einen anderen Menschen seiner Freiheit beraubt, ist Gefangener seines Hasses, er ist eingesperrt hinter den Gittern seiner Vorurteile und seiner Engstirnigkeit. (...) Als ich die Türen des Gefängnisses durchschritt, war dies meine Mission: zugleich den Unterdrückten und den Unterdrücker zu befreien."

Mandela in seiner Autobiografie / Im Bild: ein Schild an einem Strand in der Nähe von Kapstadt während des Apartheid-Regimes.

DOC CECILE BIO MANDELA

Quelle: AFP

6 / 9

"Ich beschloss, niemandem zu sagen, was ich dabei war zu tun. (...) Es gibt Momente, in denen ein Führer seiner Herde vorausgehen muss, in eine neue Richtung aufbrechen, mit dem Vertrauen, dass er sein Volk auf den richtigen Weg führt."

Mandela in seiner Autobiografie zu seinem Entschluss, 1985 - noch im Gefängnis - mit dem Apartheids-Regime Verhandlungen aufzunehmen / Im Bild: Mandela zwei Tage vor seiner offiziellen Entlassung am 11. Februar 1990 mit Frederik Willem de Klerk, der als letzter Präsident des Apartheid-Regimes maßgeblichen Anteil am Wandel des Landes hatte.

-

Quelle: AFP

7 / 9

"Ich stehe hier vor euch nicht als Prophet, sondern als demütiger Diener von euch, dem Volk. Erst eure unermüdlichen und heroischen Opfer haben meine Anwesenheit hier heute ermöglicht. Ich lege daher die verbleibenden Jahre meines Lebens in eure Hände."

Mandela in seiner Rede am 11. Februar 1990, wenige Stunden nach Freilassung aus 27 Jahren Haft / Im Bild: Mandela mit seiner Frau Winnie kurz nachdem er das Gefängnis verlassen hat.

Friends

Quelle: Getty Images

8 / 9

"Wir werden eine Gesellschaft errichten, in der alle Südafrikaner, Schwarze und Weiße, aufrecht gehen können, ohne Angst in ihren Herzen, in der Gewissheit ihres unveräußerlichen Rechtes der Menschenwürde - eine Regenbogennation im Frieden mit sich selbst und mit der ganzen Welt."

Mandela in seiner Antrittsrede als Präsident im Mai 1994 / Im Bild: zwei kleine Freunde während des Apartheid-Regimes.

File photo of Diana, Britain's Princess of Wales, and South African President Nelson Mandela in Cape Town

Quelle: REUTERS

9 / 9

"Alle Bestandteile der Nation arbeiten daran, unser Land aufzubauen und daraus ein Wunder zu machen. Das lässt mich hoffen, wenn ich mich schlafen lege. Ich zweifle keinen einzigen Augenblick, dass, wenn ich in die Ewigkeit eingehe, ich ein Lächeln auf den Lippen haben werde."

Mandela 1997 über die Fortschritte seit dem Ende der Apartheid / Im Bild: Mandela mit Diana, Princess of Wales, im gleichen Jahr in Kapstadt.

© Süddeutsche.de/AFP/mane
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema