Zinsen Zögerlich - aber klug

EZB-Chef Draghi tut gut daran, die Zinswende vorsichtig einzuleiten.

Von Andrea Rexer

Mit nur einem Satz hat Mario Draghi 2011 die Finanzmärkte am Höhepunkt der Euro-Schuldenkrise beruhigt. Nun läutet der Präsident der Europäischen Zentralbank den Ausstieg aus seiner expansiven Geldpolitik ein, indem er einen Satz weglässt: Nämlich jenen, dass die EZB sich vorbehält, die Zinsen weiter zu senken.

Auf diesen Tag haben insbesondere deutsche Ökonomen und Sparer lange gewartet. Sie fordern ein Ende der extremen Niedrigzinsphase. Und dafür gibt es gute Argumente: Die Deflationsgefahr scheint gebannt, das Wirtschaftswachstum in Europa zeigt sich ...