MauerfallHaus der Geschichte lüftet Geheimnis des Schabowski-Zettels

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Günter Schabowski, Mitglied des damaligen Politbüros des ZK der SED, auf der Pressekonferenz am 9. November 1989.
Günter Schabowski, Mitglied des damaligen Politbüros des ZK der SED, auf der Pressekonferenz am 9. November 1989. dpa

Nach einem langen Rechtsstreit gibt das Haus der Geschichte preis, von wem es jenes Notizblatt gekauft hat, das eine so wichtige Rolle beim Mauerfall spielte. Besonders interessant ist, wer zuerst in den Besitz gelangt war.

Von Georg Ismar, Berlin

Der Verkäufer des berühmten Schabowski-Zettels, der beim Mauerfall am 9. November 1989 eine wichtige Rolle spielte, war der frühere DDR-Bürger Uwe Krüger. Das teilte das Haus der Geschichte auf ein presserechtliches Auskunftsersuchen der Süddeutschen Zeitung mit. Auf dem Zettel hatte sich SED-Politbüromitglied Günter Schabowski Notizen für die Pressekonferenz zu einer neuen DDR-Reiseregelung gemacht. Seine Aussage, dass diese seiner Kenntnis nach „unverzüglich, sofort“ gelte, führte noch am selben Abend zur Öffnung erster Grenzübergänge und zum Mauerfall, weil DDR-Bürger zu Grenzposten strömten und eine Ausreise verlangten.

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Haus der Geschichte
:Verzettelt

Es gibt eine Notiz von Günter Schabowski, die eine zentrale Rolle spielte beim Mauerfall. Lange war sie verschwunden, bis 2015. Fall erledigt? Von wegen. Über den Streit um ein Stück Papier, bei dem es um viel Geld geht, aber auch ums Prinzip.

SZ PlusVon Boris Herrmann und Georg Ismar

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