Zahlen der Bundesagentur für ArbeitBetrug beim Bürgergeld

Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnet weiterhin viele Verdachtsfälle auf bandenmäßigen Betrug beim Bürgergeld. Bis zum August wurden in diesem Jahr bereits 293 Verfahren neu eingeleitet und 320 Verfahren erledigt, wie die Behörde einen Zeitungsbericht bestätigte. In 151 Fällen sei Strafanzeige gestellt worden. 2024 waren insgesamt 421 Fälle erfasst und 209 Strafanzeigen gestellt worden, was ein deutlicher Zuwachs zum Vorjahr war. Die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher liegen, ordnete die Bundesagentur die aktuellen Zahlen ein. Beim bandenmäßigen Leistungsmissbrauch würden EU-Bürger – häufig aus Osteuropa – von „kriminellen Banden nach Deutschland gelockt“. Die Betroffenen würden zum Beispiel in minderwertigen Immobilien untergebracht, meldeten ein geringfügiges oder fingiertes Beschäftigungsverhältnis an und beantragten (aufstockende) Sozialleistungen. „Das Geld wird dann zum größten Teil von den Hintermännern abgeschöpft“, erläuterte die Bundesagentur. Nicht immer seien die konkret Handelnden auch die Täter.

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