Süddeutsche Zeitung

World Trade Center:Giuliani rechnet mit Tausenden von Toten

"Es werden mehr sein, als wir ertragen können", hat New Yorks Bürgermeister Rudolph Giuliani in einer ersten Einschätzung über die Anzahl der Todesopfer bei den verheerenden Terror-Anschlägen gesagt.

"Bei optimistischer Schätzung müssen wir von wenigen Tausend Menschen ausgehen, die sich in beiden Türmen des World Trade Center zum Zeitpunkt des Anschlags aufgehalten haben", sagte Giuliani auf einer Pressekonferenz.

Tatsächlich sollen aber mehr als 40.000 Menschen in den Hochhäusern ihrer Arbeit nachgehen.

Rund 1100 Verletzte wurden bis zum Morgen in Krankenhäusern behandelt. 2000 leichter Verletzte wurden über den Hudson-Fluss nach New Jersey gebracht. Bis heute früh waren etwa 40 Tote geborgen.

Ein Helfer des Roten Kreuzes sagte, es werde ein riesiger Bedarf an psychologischer Betreuung entstehen. Nur wenige Menschen waren am Morgen auf den Straßen Manhattans unterwegs, meist auf der Suche nach Verwandten und Freunden.

Überlebende melden sich per Handy

In den Trümmern suchten Rettungsmannschaften mit Baggern nach Verschütteten. Zwei Überlebende hätten sich mit Funktelefonen gemeldet, sagte Giuliani. Zwei Polizisten waren in der Nacht lebend aus den Trümmern gerettet worden. Mehrere Fernsehsender meldeten, dass es sechs Überlebende gegeben haben soll, eine Bestätigung dafür gab es nicht. Mehrere Kühllastwagen sind an die Unglücksstelle gebracht worden, um Leichen abzutransportieren.

In Washington, wo nach dem Einschlag eines Flugzeuges Teile des US-Verteidigungsministeriums in Trümmern lagen, wurden bis zu 800 Tote vermutet.

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