Die Gurte spannen. An ihnen hängt die Last einer meterlangen Wand. Ein Kran hebt sie vorsichtig in die Luft. Unten, auf dem Boden eines Zwischengeschosses, helfen Arbeiter, das Bauteil an die richtige Stelle zu bewegen. Die Holzwand mit den eingebauten Fenstern soll gleich das nächste Puzzlestück in der Außenwand des Wohnkomplexes werden, den das Bauunternehmen Gropyus an der Schlichtallee im Berliner Bezirk Lichtenberg hochzieht. Dazu müssen die Arbeiter das Bauteil jetzt zwischen dem Boden des Zwischengeschosses und dem Außengerüst in die untere Etage gleiten lassen. Eine Zentimeterarbeit, die an diesem Januartag nicht auf Anhieb gelingt. Die Wand muss angehoben, ihre Ausrichtung korrigiert werden. Ein Arbeiter versucht, mit einer Brechstange nachzuhelfen.
ImmobilienKann Bauen wie mit Lego-Steinen die Wohnungsnot lindern?
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Bauen ist zu teuer und dauert lange. Die Idee, Häuser wie am Fließband zu produzieren, klingt deshalb verlockend – auch für die Bundesregierung. Doch das serielle Bauen steht noch ganz am Anfang.
Von Tim Frehler, Berlin
