Wladimir PutinEin toller Hecht trifft Tiger

Er ist der Mann, der alles kann: Angeln, reiten, tauchen, mit Kranichen fliegen. Russlands Präsident Wladimir Putin inszeniert sich als Botschafter der Wildnis. Eine Auswahl seiner bildträchtigen Auftritte - alles ganz natürlich, versteht sich.

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Russlands starker Mann Wladimir Putin inszeniert sich seit Jahren als Alleskönner. Eine Auswahl seiner bildträchtigen Auftritte. Es ist wieder Sommer und so zieht es Russlands Präsident Wladimir Putin wieder hinaus in die Natur. 2013 geht er in Sibirien angeln - und wie in den Jahren zuvor präsentiert er sich mit freiem Oberkörper dem Publikum.   

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Fotografen und Kameraleute sind stets dabei, wenn Putin die Hauptstadt Moskau verlässt. Stolz präsentiert er einen 21 Kilo schweren Hecht, den er angeblich  gefangen hat.

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Bei diesen sorgfältig geplanten Auftritten will sich der frühere KGB-Agent von einer anderen Seite zeigen. Hier blickt der Staatschef, der sich jüngst von seiner Frau hat scheiden lassen, gedankenverloren in die Kamera.

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Ein vor allem in Russland beliebtes Fotomotiv: Politiker trifft Tiere. In Sibirien begutachtet Putin einige Rentiere.

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Dass er weder Wasser noch wilde Tiere scheut, hatte Putin im August 2010 auf seiner Sommerreise bewiesen. Damals setzte er sich mit Harpune im Schlauchboot in Szene. Begleitet von Wissenschaftlern, schoss Putin Peilsender auf Wale. Als er von Journalisten gefragt wurde, ob das nicht gefährlich sei, entgegnete er: "Das Leben an sich ist gefährlich." Zuvor hatte sich Putin als Brandmeister der Nation geübt, als er ...

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... im August 2010 an vorderster Front gegen die Waldbrände in Russland kämpfte: Er setzte sich ans Steuer eines Löschflugzeugs und sorgte höchstselbst dafür, dass zwei Brandherde südöstlich von Moskau gelöscht wurden - so die offizielle Angabe. Die Kritik am Krisenmanagement der russischen Regierung konnte die Aktion allerdings nicht ersticken.

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Ausgelassen und in Feierlaune sah man den Mann mit der steinernen Miene bisher selten. Eine Ausnahme bildet da im Jahr 2000 ein tatarisches Volksfest in der Stadt Kasan. Putin hatte kurz zuvor seine erste Amtszeit als Präsident angetreten.

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Einen Mangel an Testosteron kann man Wladimir Putin auf keinen Fall unterstellen. Dafür sorgen auch die Freunde, mit denen sich der Präsident umgibt. Schauspieler Steven Seagal zählt zu seinen ihnen, die beiden besuchen sich offenbar regelmäßig und - so als Freundschaftsdienst - begleitet Seagal Putin auch gerne zu öffentlichen Auftritten, wie hier beim Besuch einer Kampfsportschule in Moskau.

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Aber noch wichtiger als ein kerliger Freundeskreis ist für Putin Sport. Russlands Präsident schaut nämlich nicht nur gerne zu, wenn andere schwitzen.

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Putin ist begeisterter Judoka, das Foto zeigt ihn in Kampfmontur im Dezember 2005. Öffentlich legte er Gegner auf die Matte - natürlich auch solche, die stämmiger sind als er.

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Zur Buckelpiste, zur Freiheit: In Noworossijsk ließ sich Wladimir Putin im August 2011 vom Motorengeheul eines russischen Bikerfestivals begrüßen und drehte danach ein paar Runden mit den Motorradfans.

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Beinhart wie'n Chopper: Putin lobte die Harley Davidson als Symbol für die Werte, die ihm am Herzen liegen. Er schwadronierte vom "süßen Gefühl der Freiheit" im Fahrtwind und nannte das Motorrad das "demokratischste Fortbewegungsmittel der Welt".

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Ein Mann, sein Pferd und die Wildnis. Mit freiem Oberkörper und Sonnenbrille reitet Putin durch die südsibirische Republik Tuwa. Er pflegt sein Macho-Image, sowohl als Politiker als auch in der Freizeit.

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Im August 2007 sorgten diese sorgfältig inszenierten Urlaubsbilder für Aufsehen. Putin präsentierte seinen gestählten Körper beim Jagen. Staatsmänner hatte man bisher selten so gesehen. 

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Putin wollte mit den Bildern Wirkung in der russischen Bevölkerung erzielen. Aber auch international demonstriert er mit den Fotos, dass er durchaus ein starker Gegner sein kann. So hatte er immer wieder seine Macht gegenüber der EU demonstriert, wenn es beispielsweise um den Zugang zu den begehrten russischen Energieressourcen ging.

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Gekleidet in Tarnuniform beugt sich Wladimir Putin über einen betäubten Tiger. Im Rahmen eines Forschungsprojekts legt er dem Raubtier ein Halsband mit GPS-Sender an. Nach zwei Amtszeiten hatte er 2008, dem Jahr seines Kontakts mit dem Tiger, laut Verfassung seinen Posten als Präsident räumen müssen und wechselte ins Amt des Premierministers. Als Ministerpräsident hielt er weiterhin die Fäden in der Hand und ordnete sich keineswegs seinem Nachfolger Dmitrij Medwedjew unter. Nach einer Amtszeit ließ sich Putin wieder zum Präsidenten wählen - und Medwedjew wurde Premier.

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Von Zeit zu Zeit präsentiert Wladimir Putin den Kameras auch seine weiche Seite: In einem Moskauer Naturpark füttert der ehemalige KGB-Offizier ein kleines Elchkalb mit dem Fläschchen.

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Aber es geht auch ohne Tiere. Mitte August 2011 ließ sich Putin bei einem Tauchgang an der Meerenge von Kertsch filmen. Dabei brachte er alte Amphoren an die Oberfläche - und machte sich bei professionellen Tauchern und Schatzsuchern verdächtig.

Im September 2012 flog der inzwischen ins Amt des Präsidenten zurückgekehrte Putin mit Kranichen über Sibirien. Kurz darauf gab er zu, manche seiner PR-Aktionen seien gestellt gewesen. Wer hätte das gedacht?

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