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Früherer Außenminister:Ein Leben in Bildern

Im Wahlkampf tourte er mit einem Guidomobil durch die Bundesrepublik, wollte 18 Prozent für die FDP holen. Als Außenminister sah er sich auch harscher Kritik ausgesetzt.

10 Bilder

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Quelle: imago stock&people

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Am 27. Dezember 1961 wird Guido Westerwelle in Bad Honnef bei Bonn geboren. 1980 wird er Mitglied der FDP und 1983, während des Jura-Studiums, Vorsitzender der Jungen Liberalen.

GUIDO WESTERWELLE

Quelle: DPA

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Von 1994 bis 2001 fungiert Westerwelle unter den Parteivorsitzenden Klaus Kinkel und Wolfgang Gerhardt als Generalsekretär der FDP. An der Entwicklung der "Wiesbadener Grundsätze", dem Parteiprogramm der Liberalen, hat er maßgeblichen Anteil.

Jürgen Möllemann und Guido Westerwelle vor Fraktionssitzung der FDP, 2002

Quelle: DPA-SZ

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Der 4. Mai 2001 ist ein Meilenstein in seiner Karriere: Westerwelle beerbt Wolfgang Gerhardt als Vorsitzenden - mit 39 Jahren der bis dahin jüngste der Parteigeschichte. Ein Jahr später wird er zudem der erste FDP-Spitzenkandidat bei einer Bundestagswahl. 2003 stirbt sein Parteifreund Jürgen Möllemann (links im Bild) bei einem Fallschirmsprung.

Guido Westerwelle

Quelle: Ulrich Perrey/dpa

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Mit seinem Guidomobil tourt Guido Westerwelle vor der Bundestagswahl 2002 durch Deutschland, hier in Hamburg. Zum ersten Mal seit vielen Jahren geht die FDP ohne Koalitionsaussage in die Wahl.

Guido Westerwelle mit seinen 18-Prozent-Schuhen, 2002

Quelle: DDP

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Die Strategie für die Bundestagswahl 2002 nennt die FDP "Projekt 18". Die Partei will ihren Stimmenanteil von gut sechs Prozent 1998 auf 18 Prozent verdreifachen. Westerwelle druckt sich die Zahl unter anderem auf T-Shirts - die Schuhe schenkt ihm ein Mitarbeiter. 18 Prozent werden es 2002 dann nicht, nur 7,4.

Bayreuth Festival 2011 Opening

Quelle: Getty Images

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Guido Westerwelle und Michael Mronz 2011 in Bayreuth. Seit 2004 war Westerwelle mit dem Sportmanager liiert. In Bonn schließen die beiden 2010 eine Lebenspartnerschaft. Westerwelle ist nach Klaus Wowereit und Ole von Beust der dritte deutsche Spitzenpolitiker, der seine Homosexualität öffentlich machte.

File picture shows German Chancellor Merkel and Foreign Minister Westerwelle arriving for Bundestag session in Berlin

Quelle: REUTERS

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Endlich am Ziel: Bei der Bundestagswahl 2009 erreicht die FDP fast 15 Prozent, schließt sich mit Angela Merkels CDU und der CSU zu einer Koalition zusammen - und Guido Westerwelle wird deutscher Außenminister.

UN-Sicherheitsrat New York - Westerwelle

Quelle: Soeren Stache/dpa

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Einer der kritischsten Momente in Guido Westerwelles Amtszeit kommt im März 2011: Der UN-Sicherheitsrat stimmt über eine Resolution ab, die eine Flugverbotszone über dem Bürgerkriegsland Libyen einrichten soll. Das Ziel: den Diktator Gaddafi stürzen. Die USA und alle europäischen Staaten sind dafür, doch Deutschland enthält sich. Man könne nicht überall helfen, auch "wenn es einem das Herz bricht", sagt Westerwelle. Für seine Entscheidung wird er scharf angegriffen.

Guido Westerwelle

Quelle: dpa

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2013 fliegt die FDP aus dem Bundestag, Westerwelle verliert sein Amt als Außenminister. Ein halbes Jahr später erfährt er durch Zufall von seiner schweren Krankheit. Eigentlich will er eine Sportverletzung behandeln lassen, durch das Blutbild stellen die Ärzte fest, dass Westerwelle an einer besonders bösartigen Form von Blutkrebs erkrankt ist. Sichtlich gezeichnet zeigt er sich kurze Zeit nach der Diagnose bei einem Reitturnier in Aachen. Im Herbst des vergangenen Jahres heißt es, Westerwelle gehe es besser. Er wolle "lesen, in die Oper gehen, Freunde treffen", sagt er bei der Vorstellung seines Buches "Zwischen zwei Leben" im November.

Guido Westerwelle

Quelle: dpa

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Nun hat Guido Westerwelle den Kampf gegen den Krebs verloren. Am Freitag starb er in Köln. Er wurde 54 Jahre alt.

© Sz.de/pamu/mbä/bepe

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