Weihnachtsmarkt-Attentat in Magdeburg„Ich habe unter Tränen gesagt: Papa, es geht mir gut, ich lebe.“

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Ein schwer bewaffneter Polizist nach der Amokfahrt am 20. Dezember 2024 auf dem verwüsteten Weihnachtsmarkt in Magdeburg.
Ein schwer bewaffneter Polizist nach der Amokfahrt am 20. Dezember 2024 auf dem verwüsteten Weihnachtsmarkt in Magdeburg. (Foto: Heiko Rebsch/DPA)

Am Montag beginnt der Prozess gegen den Todesfahrer vom Magdeburger Weihnachtsmarkt. Nicht nur die unmittelbar Verletzten leiden bis heute, auch Ersthelfer wie Phillip Peplau haben Dinge gesehen, die sie nur schwer vergessen können.

Von Iris Mayer, Leipzig

Es gibt Momente, die die Welt für einen Menschen in ein Davor und ein Danach teilen. Am 20. Dezember 2024 dauerte dieser Moment genau 64 Sekunden. Davor ist dieser Freitag für Phillip Peplau ein fröhlicher: Er hat den letzten Nachtdienst des Jahres überstanden, ist mit den Kollegen aus der Schichtgruppe des Rettungsdienstes privat auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt verabredet. Die wichtigste Frage kurz vor 19 Uhr: Lieber zum Stand mit der Riesenbratwurst durchschlagen oder doch beim Helsinki-Brot anstellen, von dem die Freunde so schwärmen, aber wo die Schlange gefühlt endlos ist? Peplau will sich das Brot erst mal anschauen und läuft in Richtung der Bude los, vorbei an den Wartenden.

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