Wehrdienst„Ein Losverfahren ist Tüddelkram“

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Man müsse wissen, „wen wir im Notfall zur Verteidigung heranziehen können“, sagt das Verteidigungsministerium. Soldaten in Grundausbildung auf dem Truppenübungsplatz Munster.
Man müsse wissen, „wen wir im Notfall zur Verteidigung heranziehen können“, sagt das Verteidigungsministerium. Soldaten in Grundausbildung auf dem Truppenübungsplatz Munster. (Foto: Detlef Heese/Imago/epd)

Zwischen Union und SPD deutet sich nach dem Eklat um das Wehrdienstgesetz eine mögliche Kompromisslinie an. Aber ein früherer sozialdemokratischer Wehrbeauftragter sagt: Das wird nicht reichen.

Von Georg Ismar, Berlin

Das Zeitfenster ist klein, aber aus Sicht von Boris Pistorius muss sein Projekt eines neuen Wehrdienstes zum 1. Januar 2026 in Kraft treten. Da für den 10. November eine Anhörung von Sachverständigen im Bundestag angesetzt ist, soll es bis dahin möglichst Klarheit geben. Der Bundesverteidigungsminister ist nach dem Eklat um seinen Gesetzentwurf erst einmal nach Island, Kanada und Großbritannien gereist, um die militärische Zusammenarbeit zu stärken, so sollen Seefernaufklärer vom Typ P-8A Poseidon zur U-Boot-Jagd in Island stationiert und mit Kanada eine U-Boot-Kooperation aufgebaut werden. Daheim macht derweil die Lösungssuche Fortschritte.

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