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Wechsel beim Bund der Vertriebenen:Erika Steinbach geht "mit gutem Gewissen"

Erika Steinbach, Bund der Vertriebenen

Erika Steinbach hört als Präsidentin des Bundes der Vertriebenen auf.

(Foto: Johannes Eisele/AFP)

Zäsur beim Bund der Vertriebenen: Erika Steinbach, seit 1998 mächtigste Frau des Verbandes, tritt nicht mehr für das Präsidenten-Amt an.

Der Bund der Vertriebenen (BdV) braucht einen neuen Präsidenten - oder eine neue Präsidentin. Denn die bisherige Amtsinhaberin Erika Steinbach hat angekündigt, nicht mehr für den Posten zu kandidieren. "Nach 16 Jahren ist es an der Zeit, diese sehr intensive und fordernde Aufgabe in andere Hände zu legen. Das tue ich mit gutem Gewissen", sagte die CDU-Politikerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Montagsausgabe).

Steinbach steht seit 1998 an der Spitze des BdV. Sie war die erste Vertriebenenpräsidentin, die keine Erinnerung an die alte Heimat jenseits von Oder und Neiße hat. Sie wurde 1943 im westpreußischen Rahmel als Tochter eines Wehrmachtssoldaten geboren.

Die Politikerin sitzt seit 1990 für die CDU im Deutschen Bundestag und ist seit 2005 Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Als BdV-Präsidentin war sie zuletzt 2012 mit 97,5 Prozent der Stimmen in ihrem Amt bestätigt worden. Im November wird das BdV-Präsidium neu gewählt.

© SZ.de/tob/jobr

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