Cum-Ex-Geschäfte:Vertrauenssache

Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt und Bundeskanzler Olaf Scholz

Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt (l.) hat stets versucht, jeden Verdacht im Warburg-Skandal von Bundeskanzler Olaf Scholz abzulenken. Ein erneutes Aufrollen des Falls könnte auch für ihn unangenehm werden.

(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Die Union möchte einen Untersuchungsausschuss zu Olaf Scholz' Rolle im Skandal um die Hamburger Warburg-Bank. Auch wenn der Kanzler sich wahrscheinlich noch immer an vieles nicht erinnern wird - unangenehm könnte es für ihn trotzdem werden.

Von Daniel Brössler und Georg Ismar, Berlin

Die Szene dauerte keine sechs Minuten und enthielt streng genommen keinen Neuigkeitswert. Interessant ist sie dennoch. Jedenfalls für alle, die eine Ahnung davon bekommen wollen, was demnächst in einem von der CDU/CSU erzwungenen Untersuchungsausschuss im Bundestag zum Cum-Ex-Skandal, der Hamburger Warburg-Bank und der Rolle von Olaf Scholz zu erwarten sein wird. Scholz hatte sich in der Regierungsbefragung am 25. Januar bereits zu Panzerlieferungen an die Ukraine, zu Wohnungsbau und Planungsbeschleunigung geäußert, als Unionsfraktionsvize Mathias Middelberg zu einer Frage anhub, "die die Glaubwürdigkeit des Bundeskanzlers anbetrifft". Welche Erinnerung Scholz an vier Gespräche mit dem Warburg-Banker Christian Olearis habe? Scholz dankte erst einmal, wie es sein Brauch ist, für die Frage. Um sie dann nicht zu beantworten.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusMeinungCum-Ex-Skandal
:Das Risiko trägt Olaf Scholz

Die Opposition im Bundestag will des Kanzlers Rolle im Cum-Ex-Skandal durch einen Untersuchungsausschuss aufklären lassen. Das ist ihr gutes Recht - nimmt sie aber auch in die Pflicht.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: