Noch ist Friedrich Merz nicht ins Kanzleramt eingezogen, aber ein Projekt scheint gesetzt zu sein: „Das von der Ampelkoalition geänderte Wahlrecht muss korrigiert werden“, kündigte der CDU-Chef in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung an. Das müsse gleich zu Beginn der Wahlperiode verabredet werden. Weil nach den neuen Regeln nicht mehr jeder Wahlkreissieger in den Bundestag einzieht, sind 23 Wahlkreise „verwaist“, wie die Kritiker das gern ausdrücken. Und 18 der traurigen Gewinner ohne Mandat stammen von CDU und CSU.
Debatte über DirektkandidatenIst das neue Wahlrecht wirklich ungerecht?
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23 Kandidaten haben ihre Wahlkreise gewonnen, bekommen aber keinen Sitz im Bundestag. Friedrich Merz findet das „inakzeptabel“. Warum das Bundesverfassungsgericht anderer Meinung war und eine Reform ihre Tücken hätte.
Von Wolfgang Janisch, Karlsruhe
