BSW-Chefin Sahra Wagenknecht macht Koalitionen in Ostdeutschland auch von der Haltung der Partner zum Krieg in der Ukraine abhängig. „Wir werden uns nur an einer Landesregierung beteiligen, die auch bundespolitisch klar Position für Diplomatie und gegen Kriegsvorbereitung bezieht“, sagte die Gründerin des Bündnis Sahra Wagenknecht der Deutschen Presse-Agentur. Denn es sei klar, „dass ein neues Wettrüsten Milliarden verschlingt, die dringend für Schulen, Krankenhäuser, Wohnungen und höhere Renten gebraucht werden“. Von CDU, SPD, Grünen und Linken kam Kritik an dieser Ankündigung. Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Grüne) warf Wagenknecht wie auch der AfD unehrliche und populistische Argumente vor: „Ihre Rezepte laufen auf eine Instabilität der Region und damit auf eine Verlängerung des Kriegs hinaus.“ Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter kritisierte, Wagenknecht wolle „russische Interessen zu deutscher Politik“ machen. Thüringens CDU-Spitzenkandidat Mario Voigt sagte hingegen: „Eine CDU-geführte Landesregierung würde sich natürlich auch für Diplomatie in diesem Land einsetzen. Das ist Maßstab. Ich wünsche mir auch persönlich Frieden.“