Wahlen in Italien – Mario Monti

Er ist scheinbar der Verlierer dieser Wahl. Für Montis Allianz, die politisch im Zentrum zwischen den Linken und dem Berlusconi-Lager steht,  stimmten nur knapp zehn Prozent der Wähler.

Trotz des relativ schwachen Abschneidens seines bürgerlichen Bündnisses zeigte sich Monti zufrieden. "Einige sind vielleicht von einem etwas besseren Ergebnis ausgegangen, aber ich bin sehr zufrieden", sagte er. Sein Bündnis der Mitte sei erst vor 50 Tagen und ohne unrealistische Versprechen gegründet worden.

Allerdings kommt Monti als möglicher Koalitionspartner für Bersani in Frage, denn beide sind sich darin einig, den Reformkurs fortzusetzen. Auch die Finanzmärkte und viele europäische Politiker hoffen auf eine solche Koalition. 

Vor 15 Monaten war der EU-Kommissar und Wirtschaftsprofessor angetreten, um als "Retter Italiens" das Land zu reformieren. Gewählt wurde Monti damals nicht, sondern von Staatschef Giorgio Napolitano ernannt. Mit seiner Sparpolitik schaffte es Monti allmählich, das Vertrauen der Finanzmärkte wieder zu gewinnen.

Bild: dpa 25. Februar 2013, 17:192013-02-25 17:19:00 © Süddeutsche.de/dpa/bach/kai/rela