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Wahlkampf:Ehemalige HP-Chefin Fiorina will US-Präsidentin werden

Former HP CEO Fiorina announces White House bid

Den US-Wahlkampf kennt sie bereits - 2008 beriet sie den gegen Barack Obama unterlegenen John McCain.

(Foto: AFP)

Carly Fiorina, die frühere Chefin des Technologiekonzerns Hewlett Packard, will die erste Präsidentin der USA werden. Sie sei "die Beste für den Job", sagt die republikanische Politikerin, weil sie wisse "wie die Wirtschaft funktioniert".

"Ich bin die Beste für den Job"

Die ehemalige Hewlett-Packard-Chefin Carly Fiorina steigt ins Rennen um das Präsidentenamt in den USA ein. "Ich denke, ich bin die Beste für den Job, weil ich verstehe, wie die Wirtschaft funktioniert", sagte sie dem TV-Sender ABC am Montag. Die 60-Jährige bemüht sich um die Nominierung der Republikaner.

Die aus Texas stammende Tochter eines Bundesrichters brach ihr Jura-Studium ab, machte aber noch zwei Abschlüsse in Wirtschaft und Naturwissenschaften. Von einem Job als Sekretärin in einer kleinen Immobilienfirma arbeitete sie sich bis an die Spitze des Computerriesen HP hoch. Nachdem sie eine Übernahme des Konkurrenten Compaq gegen alle Bedenken durchgedrückt und Finanzziele nicht erreicht hatte, wurde sie 2005 schließlich aus dem Chefsessel gedrängt.

Beraterin für McCain im Jahr 2008

Unter Republikanern ist Fiorina keine Unbekannte. 2008 beriet sie Senator John McCain in dessen Präsidentschaftswahlkampf und bewarb sich 2010 erfolglos als Senatorin für Kalifornien. Umfragen zufolge ist sie jedoch chancenlos, anders als die Senatoren Rand Paul und Marco Rubio sowie der ehemalige Florida-Gouverneur Jeb Bush.

Am Sonntagabend (Ortszeit) hatte auch der Neurochirurg Ben Carson seine Kandidatur angekündigt. Der Afroamerikaner kommt aus sehr armen Verhältnissen, gilt als Pionier der operativen Trennung siamesischer Zwillinge und ist ein äußerst konservativer Mann aus der Tea-Party-Bewegung.

Linktipp: Das "National Public Radio" - eine Kooperation nichtkommerzieller Hörfunksender in den USA - nennt fünf Dinge, die Sie über Carly Fiorina wissen sollten.

© SZ.de/dpa/mane
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