Wahlen - Kiel:Kristina Herbst soll neue Landtagspräsidentin in Kiel werden

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Kristina Herbst (CDU), aufgenommen vor dem Kieler Landtag. Foto: Daniel Reinhardt/dpa (Foto: dpa)

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Kiel (dpa/lno) - Die CDU-Abgeordnete Kristina Herbst soll neue Landtagspräsidentin in Schleswig-Holstein werden. Ihre Fraktion nominierte die 44-Jährige am Dienstag für das Amt. Herbst erhielt 30 Ja-Stimmen. Es gab eine Nein-Stimme und keine Enthaltung. Im neuen Landtag kommt die Fraktion der Christdemokraten insgesamt auf 34 der 69 Sitze im Parlament.

Die Diplom-Kauffrau arbeitet seit 2006 im Kieler Politikbetrieb. Seit 2017 ist sie Staatssekretärin im Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung. Zur Landtagswahl am 8. Mai trat sie im Wahlkreis Kiel-West an. Sie unterlag zwar Anna Langsch von den Grünen, zog aber über die Landesliste in das Parlament ein.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Koch sagte, Herbst verfüge über alle Eigenschaften, die für dieses herausgehobene Amt erforderlich seien. Sie habe umfangreiche Erfahrung, um die Landtagsverwaltung mit ihren mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu führen. Zugleich werde sie mit ihrem zugewandten und sympathischen Auftreten den Landtag exzellent repräsentieren.

Herbst soll in der konstituierenden Sitzung des Landtags am 7. Juni gewählt werden. Traditionell steht der größten Fraktion das Vorschlagsrecht zu.

Der scheidende Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) hatte das Amt seit 2012 inne. Zur Landtagswahl war der frühere Innenminister aber nicht mehr angetreten. Im vergangenen Jahr war bekanntgeworden, dass er an Krebs erkrankt ist. Im Frühjahr hatte der 68-Jährige daher auch seine Amtsgeschäfte zeitweise ruhen lassen.

Laut Geschäftsordnung führt der Landtagspräsident die Geschäfte des Parlaments und vertritt den Landtag als oberster Repräsentant nach außen. Zudem beruft er die Sitzungen ein und leitet sie abwechselnd mit seinen Stellvertretern. In der zurückliegenden Wahlperiode gab es in Schleswig-Holstein drei Landtagsvizepräsidentinnen. Bislang hat nur die SPD eine Kandidatin für einen der Posten nominiert. Bei den anderen Fraktionen steht das laut einer Landtagssprecherin noch aus.

© dpa-infocom, dpa:220524-99-415788/2

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