Die Erkenntnis, dass sich Wahlergebnisse nicht eins zu eins von einem Bundesland auf ein anderes übertragen lassen, gehört zu den Klassikern der Nachwahlanalyse. In Sachsen-Anhalt, wo in gut fünf Monaten gewählt wird, kann die dort regierende CDU nun entscheiden, welche Erkenntnis aus den bisherigen Landtagswahlen dieses Jahres sie lieber nicht auf sich übertragen möchte. Zwei grundverschiedene Botschaften lassen sich aus Stuttgart und Mainz destillieren. Erstens: Kandidat schlägt Programm. Das ist ein Problem, wenn man selbst den unbekannteren stellt wie die CDU in Baden-Württemberg. Zweitens: Es gibt einen Wunsch nach Wechsel. Der hat in Rheinland-Pfalz dazu geführt, dass nicht der populärere Spitzenkandidat und Ministerpräsident von der SPD gewonnen hat, sondern der Oppositionsführer von der CDU.
LandtagswahlKann die CDU die Stimmung in Sachsen-Anhalt noch drehen?
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Ministerpräsident Schulze will die AfD von der 40-Prozent-Marke fernhalten. Wie genau, kann seine Partei bislang nicht erklären – und ihn beschäftigt ein Fehler seines Social-Media-Teams.
Von Iris Mayer, Leipzig
