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Wahl in Venezuela:Opposition legt Beschwerde gegen Präsidentschaftswahl ein

Die venezolanische Opposition hat offiziell Beschwerde gegen das Abstimmungsergebnis bei den Präsidentschaftswahlen eingelegt.

Die venezolanische Opposition um den offiziellen Verlierer der Präsidentschaftswahl, Henrique Capriles, hat vor dem Obersten Gerichtshof des Landes Beschwerde gegen das Abstimmungsergebnis eingelegt. In den am Donnerstag eingereichten Dokumenten gehe es um "Bestechung, Gewalt und Betrug", teilte die Opposition mit.

Den Gang vor den Obersten Gerichtshof hatte Capriles bereits zuvor angekündigt, obwohl er der Meinung ist, dass dieser überwiegend mit regierungsnahen Richtern besetzt ist.

Zum Sieger der venezolanischen Präsidentschaftswahl vom 14. April war der inzwischen vereidigte Sozialist Nicolás Maduro ernannt worden. Die Wahlkommission ordnete eine Überprüfung des elektronischen Abstimmungsverfahrens, jedoch keine vollständige Neuauszählung an.

Unmittelbar nach der Wahl, bei der Capriles Maduro mit 1,5 Prozentpunkten unterlag, hatte es in Venezuela massive Proteste gegeben, acht Menschen wurden getötet.

© Süddeutsche.de/AFP/jasch
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