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Die Linke:Wagenknecht gibt Linken-Fraktionsvorsitz ab

Sahra Wagenknecht, Fraktionschefin der Linken

Sahra Wagenknecht, Fraktionschefin der Linken im Bundestag, gibt ihr Amt im Herbst auf.

(Foto: Sean Gallup/Getty Images)
  • Die Bundestagsfraktionschefin der Linken, Sahra Wagenknecht, will den Posten im Herbst abgeben.
  • Sie werde nicht erneut für das Amt kandidieren, melden Medien.
  • Erst am Wochenende hatte Wagenknecht verkündet, sich aus der von ihr gegründeten Bewegung "Aufstehen" zurückzuziehen.

Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht kandidiert im Herbst nicht erneut für das Amt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Fraktionskreisen. Auch das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtete darüber.

Erst am Wochenende war bekannt geworden, dass sich Wagenknecht von der Spitze der von ihr gegründeten Bewegung "Aufstehen" zurückziehen möchte. "Wir brauchen eine Neuaufstellung an der Spitze von 'Aufstehen'", sagte Wagenknecht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Die Parteipolitiker sollten sich zurücknehmen, das betrifft auch mich selbst. Sie waren mit ihren Erfahrungen anfangs notwendig. Aber jetzt ist es richtig, Verantwortung abzugeben."

Wagenknechts "Aufstehen-Pläne" hatten viele Gegner, auch bei der Linken

Wagenknecht hatte die Bewegung zusammen mit ihrem Ehemann Oskar Lafontaine gegründet, um linke Wähler zu erreichen, die sich von den klassischen Parteien abgewendet haben. "Aufstehen" war Anfang September gestartet und zählt heute nach eigenen Angaben etwa 170 000 Unterstützer. Vier Wochen nach ihrer Gründung hatte die Bewegung bereits etwa 100 000 Unterstützer gemeldet.

Anders als bei politischen Parteien muss man dafür keinen Mitgliedsbeitrag zahlen und kann sich einfach im Internet anmelden. Wagenknecht sagte, die Bewegung könne "besser leben, wenn sie denen übergeben wird, die sie an der Basis ohnehin tragen". Der ehemalige Linke-Parteichef Lafontaine hatte bei der Gründung von "Aufstehen" betont, sie seien von dem starken Zulauf überrascht worden. In ihrer eigenen Partei stießen die beiden allerdings auf viel Ablehnung. Die Spitzen von SPD und Grünen reagierten ebenfalls skeptisch.

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Damit wolle sie die Neuaufstellung der von ihr gegründeten Bewegung erreichen. Außerdem gesteht sie Fehleinschätzungen ein.