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Am Ziel:  Alexander Zverev hält nach dem Finalsieg in Paris die ersehnte Coupe des Mousquetaires in den Armen.,
Am Ziel:  Alexander Zverev hält nach dem Finalsieg in Paris die ersehnte Coupe des Mousquetaires in den Armen., Christophe Ena/AP/dpa

SZ am Morgen.

Von Nicolas Richter

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Zum Beginn der Woche gibt es eine Geschichte, die Mut macht – die Geschichte von Alexander Zverev, dem deutschen Tennisspieler. 41 Mal ist er in seiner Karriere bei den wichtigsten Turnieren angetreten, den sogenannten Grand-Slam-Turnieren, aber immer ging er ohne Trophäe nach Hause. Bis es am gestrigen Sonntag doch geklappt hat: Mit Beharrlichkeit, Fleiß und Leidenschaft hat sich Zverev am Ende durchgesetzt und seine Karriere mit einem Turniersieg in Paris gekrönt. Er wird, so kommentiert es SZ-Reporter Gerald Kleffmann, nie wieder der Unvollendete sein.

Vielleicht macht diese Geschichte auch dem Kanzler Mut: In dieser Woche trifft sich Friedrich Merz mit seinen Koalitionspartnern sowie den Arbeitgebern und Gewerkschaften zum Gipfel. Für die anstehenden Reformen will er möglichst breiten Rückhalt gewinnen. Und er übt sich schon mal darin, die Deutschen aufzuheitern. Als er am Wochenende beim Landesparteitag der CDU in Mecklenburg-Vorpommern sprach, verwendete er einen Satz, der von Angela Merkel in Erinnerung geblieben ist: „Wir schaffen das.“

Selten in der jüngeren Vergangenheit konnten die Deutschen etwas Aufmunterung so gut brauchen. Und auch der Kanzlerpartei können Motivationsreden nicht schaden: Wenn die CDU im September noch gewinnen will bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, dann braucht sie einen geradezu Zverev'schen Durchhaltewillen.

Ob derweil noch mit guten Nachrichten aus dem Nahen Osten zu rechnen ist? Im Moment werden Hoffnungen auf Frieden meist enttäuscht. Am Sonntagabend griff Iran zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder Israel mit Raketen an, diese wurden von der Luftabwehr abgefangen. Israel reagierte seinerseits mit Angriffen.

Zuvor hatte Israel erstmals seit Vorstellung eines US-Waffenstillstandsplans wieder Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen, worüber US-Präsident Donald Trump nach eigenen Worten nicht glücklich war. Trump, der den Iran-Krieg begonnen, aber die Kontrolle über ihn verloren hat, kann offenbar nur noch hoffen, den Konflikt irgendwie zu beenden.

Was heute wichtig ist

Israel und Iran greifen sich gegenseitig an. Als Reaktion auf iranischen Raketenbeschuss am Abend, greift Israels Militär Ziele in Iran an. Es ist das Ende der im April vereinbarten Waffenruhe. US-Präsident Trump ist darüber „nicht glücklich“. Für den israelischen Premier Netanjahu könnte die Eskalation im Wahlkampf nützlich sein. Zum Artikel

  • Liveblog zum Krieg in Nahost: Israels Militär bestätigt Angriffe auf Ziele in Iran

Europäer und Ukraine fordern Putin zu Verhandlungen auf. In London haben sich Bundeskanzler Merz, der britische Premier Starmer und der französische Präsident Macron mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskij getroffen. Sie haben Kremlchef Putin zu einer sofortigen Waffenruhe aufgefordert, Ausgangspunkt soll die derzeitige Frontlinie sein. Sie nennen fünf Voraussetzungen. Zum Liveblog zum Krieg in der Ukraine

French Open: Zverev krönt sich zum Grand-Slam-Sieger in Paris. Im 41. Anlauf gewinnt Tennisprofi Alexander Zverev seinen ersten Grand-Slam-Titel. Im dramatischen Finale der French Open besiegt der Deutsche den Italiener Flavio Cobolli in fünf Sätzen – und erlöst sich damit selbst. Zum Artikel

Warum Xi Jinping nach Nordkorea reist. Zum ersten Mal seit 2019 besucht Chinas Staatschef Xi Nordkorea. Es ist seine erste Auslandsreise in diesem Jahr. Der Besuch ist ungewöhnlich: Die Beziehungen zwischen China und Nordkorea sind weit weniger freundschaftlich, als es nach außen wirkt. Zum Artikel

Sachsen: CDU-Kandidat gewinnt OB-Wahl ganz knapp gegen Rechtsextremen. Mit nur acht Stimmen Vorsprung hat CDU-Kandidat Marcus Hoffmann das Bürgermeisteramt in Aue-Bad Schlema gegen den Kandidaten der rechtsextremen „Freien Sachsen“, Stefan Hartung, gewonnen. Hartung war lange NPD-Funktionär. Zum Artikel

Wahl in Armenien: Regierungschef Paschinjan liegt klar vorne. Der Wahltag ist überschattet von Bombenalarm, Sprengstoffdrohungen und Festnahmen. Regierungschef Paschinjan will das Land zum EU-Beitritt führen, prorussische Oppositionspolitiker wollen das verhindern. Zum Artikel

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Dossier Digitalwende: Australien zieht erste Lehren aus dem Social-Media-Verbot. Eine Social-Media-Altersgrenze lässt einige Probleme unberührt: Zu diesem Schluss führt eine erste Bilanz des australischen Verbots. Deshalb nimmt Canberra inzwischen die Architektur der Plattformen ins Visier. Auch wichtig: Das Bildungsministerium ist federführend für die digitale Kompetenzoffensive zuständig. Zum Briefing

Dossier Geoökonomie: Die Krise ist auch eine Managerkrise. Deutschlands Wirtschaft kommt auch wegen ihrer Topmanager nicht voran, sagt der international erfahrene Headhunter und Personalberater Kaan Bludau im Gespräch mit SZ Dossier. Er spricht von Selbstzufriedenheit, Fehlentscheidungen und fehlender Verantwortung. Besonders in der Autoindustrie zeigt sich, wie Arroganz der deutschen Wettbewerbsfähigkeit geschadet hat. Zum Briefing

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