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Wachsender Autoritarismus:"Kein Mensch kann auf Dauer ohne Anerkennung leben"

Der von der Organisation "Pro Chemnitz" organisierte Marsch Anfang September in Chemnitz

(Foto: AFP)

Kommt das autoritäre Zeitalter? Gewaltforscher Wilhelm Heitmeyer erklärt, warum er sich große Sorgen um die liberale Demokratie macht.

SZ: Am Freitag besucht Angela Merkel Chemnitz, es wird Proteste gegen die Kanzlerin geben. Vor wenigen Wochen sind einige Tausend Menschen zu einem sogenannten Trauerzug in der Stadt zusammengekommen. In den vorderen Reihen waren führende Mitglieder der AfD, Sprecher von Pegida und auch Mitglieder der neonazistischen Kleinstpartei "Dritter Weg" dabei. Dahinter haben sich Familien eingereiht, Rentner. Was haben Sie gedacht, als Sie diese Bilder gesehen haben?

Wilhelm Heitmeyer: Überrascht hat mich das nicht. Es gibt keine klare Zweiteilung: Hier ist die humane Gesellschaft, dort die rechtsextremen Berserker oder - im Falle des NSU - die Mörderbande. Man muss sich das als Zwiebelmuster vorstellen: Ein Teil der sogenannten Normalbevölkerung zeigt Einstellungsmuster, die ich gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit nenne. Dann gibt es die kleineren Gruppen des autoritär-nationalradikalen Milieus, wozu ich die AfD zähle. Dann - wieder eine etwas kleinere Gruppe - die systemfeindlichen Milieus, also NPD oder auch autonome Nationalisten, die zum Teil schon gewalttätig werden. Und wieder eine kleinere Gruppe, die neonazistischen Freien Kameradschaften, die als Unterstützungsgruppen für terroristische Zellen dienen. Diese Mischung und das Zusammenwirken ist gefährlich.

Wilhelm Heitmeyer

ist Soziologe und Gewaltforscher. Sein aktuelles Buch "Autoritäre Versuchungen" ist bei Suhrkamp erschienen. Heitmeyer beleuchtet darin den, wie er ihn nennt, autoritären Nationalradikalismus, von vielen Seiten und stellt heraus, dass dessen Aufstieg sich bereits lange angekündigt hat.

Aber warum finden die alle zusammen? Haben da Menschen der autoritären Versuchung nachgegeben?

Ja, das ist ein Ausdruck autoritärer Versuchung und sie war möglich, weil die Hauptakteure in Chemnitz ein emotionales Signalereignis politisch ausbeuten konnten. Den tödlichen Messerangriff auf einen Deutschen. Das ist ganz entscheidend. Außerdem gibt es inzwischen eine rohe Bürgerlichkeit. Solche Personen sind mitmarschiert, weil es eine kulturelle Verunsicherung gibt. Normalerweise distanzieren sich Menschen von den Extremen, von Rechtsextremen und natürlich Neonazis, weil sie ihre bürgerliche Normalbiografie nicht gefährden wollen. Aber offensichtlich finden gerade Normalisierungsprozesse statt.

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Rechtsextremismus wird normal?

Nein, nicht Rechtsextremismus, sondern Prozesse in Richtung autoritär-nationalradikaler Positionen in Teilen der Bevölkerung. Chemnitz war ein augenfälliges Beispiel. Und was als normal gilt, das kann man kaum noch problematisieren. Die Formel "Wehret den Anfängen" ist überholt. Es muss heißen: Wehret der Normalisierung!

Die Giftigkeit der Diskussionen in ganz Europa nimmt zu. Das Modell der westlichen, liberalen Demokratie gerät immer stärker unter Druck, autoritäre Politiker gewinnen Einfluss, die AfD sitzt in jedem deutschen Landesparlament und im Bundestag. Die Welt ist in Aufruhr. Warum?

Man kann diese Entwicklung nicht eindimensional allein aus dem politischen System erklären. Das ist zu einfach. Der globale Kapitalismus hat riesige Kontrollgewinne erzielt, die nationalstaatliche Politik entsprechend Kontrollverluste erlitten. Diese haben sich durch die Krisen in den vergangenen beiden entsicherten Jahrzehnten als individuelle Kontrollverluste bei Teilen der Bevölkerung im Sinne von Desintegrationsängsten ausgewirkt. Die Folgen waren eine Demokratieentleerung, also Vertrauensverluste. Gewinner ist die autoritär-nationalradikale Variante wie die AfD, die jetzt mit dem Versprechen der Wiederherstellung von Kontrolle auftritt. Vornehmlich zulasten schwacher Gruppen und Fremder.

Was war früher besser im Verhältnis von Ökonomie und Politik?

Es gab eine wechselseitige Zähmung. Auf der einen Seite starke Gewerkschaften, andere gesellschaftlichen Gruppen sowie eine eingreifende nationalstaatliche Politik und auf der anderen Seite den Besitztums-Kapitalismus. Der hatte eine andere Funktion als jetzt der anonymisierte Finanz-Kapitalismus, der im Zuge der beschleunigten Globalisierung überhaupt kein Interesse an sozialer und gesellschaftlicher Integration hat. Man kann irre viele Beispiele dafür finden.

Wilhelm Heitmeyer

Wilhelm Heitmeyer: Im Alltag müssen wir mutig werden.

(Foto: W. Heitmeyer / IKG)

Geht das liberal-demokratische Zeitalter zu Ende?

Es gibt keine Zwangsläufigkeiten. Aber die Eindunkelungen in Europa machen mir große Sorgen.

Aber materiell ging es uns doch noch nie so gut in Deutschland wie jetzt.

Dieses "uns" gibt es doch gar nicht. Wir haben es mit der Desintegration von Teilen der Gesellschaft zu tun. Untere soziale Schichten trifft das, aber auch die sogenannten Mittelschichten geraten in eine erhebliche Statuspanik. Keiner weiß, wie möglicherweise die nächste Finanzkrise aussieht. Dazu kommt die Schnelligkeit der Prozesse, die man gar nicht verfolgen kann. Und die Frage, welche Folgen die Digitalisierung der Gesellschaft hat. Ich bin immer erstaunt, wie zukunftssicher ohne jede empirische Basis zahlreiche Politiker sind, während Industriesoziologen sehr viel vorsichtiger argumentieren.

Da geht es um Arbeitsplätze, oder?

Ja. Man kann die Position vertreten, dass zwar Arbeitsplätze wegfallen werden, aber gleichzeitig neue hinzukommen. Was dabei aber vergessen wird: Die Menschen wissen nicht, auf welcher Statusebene sie sich dann noch befinden.

Der Mensch will Anerkennung.

Darauf muss man immer wieder hinweisen! Da geht es an die Substanz der Menschen. Es ist oft nicht das Geld, es sind die Anerkennungsmöglichkeiten, die verloren gegangen oder gefährdert sind. Viele Menschen, ganze Gruppen werden einfach nicht mehr wahrgenommen von politischen Eliten. Kein Mensch kann auf Dauer ohne Anerkennung leben. Also sucht man sich alternative Anerkennung und sei das die Anerkennung bei der autoritär-nationalradikalen AfD. Diese Partei als rechtspopulistisch zu bezeichen, stellt eine völlige Verharmlosung dar.

Hat sich die Politik vor 50 Jahren so viel mehr um den Einzelnen gekümmert? Sind nicht einfach die Ansprüche der Menschen gestiegen?

Die Ansprüche sind gestiegen. Genauso aber die Statusängste. Die steigen auch, weil eine Demokratieentleerung wahrgenommen wird. Die Lösungskompetenz der Politik wird angezweifelt, Eliten verachten die Demokratie bis zu dem Punkt, dass das Kapital die Politik bestimmt. So nimmt es ein Teil der Gesellschaft wahr. Das können wir empirisch belegen. Wenn die Dominanz der Ökonomie so gewaltig ist, in Kombination mit den Beschleunigungsprozessen und dem Verschwimmen von gesellschaftlichen Koordinaten, wächst die Orientierungslosigkeit. Und dann kommt das Autoritäre ins Spiel, als Suche nach Sicherheit und Kontrolle.

Weil das Autoritäre einfache Lösungen anbietet?

Der autoritäre Nationalradikalismus, so wie ich ihn nenne, operiert mit einfachen, zweiteiligen Gesellschaftsbildern. Volk versus Elite zum Beispiel. Oder bezogen auf Geschichte: Verklärung versus Aufklärung. Oder auf der Gruppenebene: Wir gegen die, die Etablierten, gegen die Eindringlinge. Die Komplexität unserer Welt wird so scharf reduziert, es wird vermeintliche Sicherheit versprochen. Damit hat der autoritäre Nationalradikalismus derzeit Erfolg. Und er könnte ihn weiterhin haben, wenn sich nicht Gravierendes ändert.

Womit genau hat er Erfolg?

Die wesentlichen Kennzeichen sind rigide Führung, Einschränkung von Pluralität, was sehr schnell zum Nationalismus führt. Harte Hierarchien. Kontrolle als Machtstrategie. Und dann immer wieder die Versprechen, Kontrolle wiederherzustellen unter anderm über Ausgrenzung. Die Sprüche sind ja dokumentiert: "Wir holen uns unser Land zurück", beispielsweise.

Wir holen uns Deutschland zurück. Welche Rolle spielt die Nation?

Deutschsein ist eine Schlüsselkategorie für autoritäre Umformungsprozesse. Wenn der Status unsicher wird und die Anerkennungsmöglichkeiten ausbleiben, man das Gefühl hat, keinen Einfluss mehr zu haben, wenn die sozialen Beziehungen sich verändern, Familien auseinanderbrechen, die Identität der eigenen Gruppe verloren geht, dann ist es nicht mehr weit zu sagen: Aber das Deutschsein kann mir niemand nehmen. Das ist dann der sicherheitsversprechende Identitätsanker.

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Die AfD hat bei der Bundestagswahl aber "nur" 12,6 Prozent erhalten.

Das ist eine Beruhigungsformel, mit der ich nichts anfangen kann, weil das Einstellungspotenzial viel größer ist. Das Verschwinden des Autoritären ist ein Mythos, ein gesellschaftlicher Selbsttäuschungsprozess, Selbstberuhigung. Man muss immer wieder darauf hinweisen, dass die strukturellen Dinge, über die wir gesprochen haben, der globale Kapitalismus, die Fragen sozialer Desintegration, die kulturellen Konflikte, auch die demografischen Faktoren, sich nicht einfach mit einer Kümmerer-Attitüde vom Tisch wischen lassen. Und diese strukturellen Probleme werden mit der nationalstaatlichen Politik, so wie wir sie jetzt kennen, gar nicht angegangen. Seit Jahren nicht.

Das hat sich doch erst in den vergangenen drei Jahren so entwickelt.

Pegida und die AfD nach 2015 haben es vermocht, aus individuellen Ohnmachtsgefühlen kollektive Machtphantasien zu machen. Das ist schon sehr bemerkenswert. Rechtspopulistische Einstellungsmuster haben wir aber schon 2002 mit 20 Prozent ermittelt. Und nach der Finanzkrise hat es ab 2009 eine Radikalisierung gegeben - ohne Pegida oder AfD. Doch man hat diese Mentalitätsverschiebung lange nicht ernst genommen. Forschungsergebnisse aus Langzeitstudien wurden unter Alarmismusverdacht gestellt. So lange, bis die Mandate auf dem Spiel standen, dann wurde man plötzlich nervös. Jetzt sind alle nervös. Zu Recht.

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Schafft sich die moderne pluralistische, liberale Gesellschaft also quasi selbst ab? Weil sie so komplex wird, dass die Menschen sie irgendwann ablehnen und aus Freiheit Autoritarismus entsteht? Ist der Freiheitsschmerz das Problem?

Freiheitsschmerz entsteht aus der Ambivalenz unserer modernen Gesellschaft. Dadurch, dass man sehr viel mehr entscheiden kann, aber auch entscheiden muss. Und dann die Konsequenzen der eigenen Entscheidung auch zu tragen hat. Durch die extrem schnellen gesellschaftlichen Wandlungsprozesse gibt es oft keine klare Grundlage, auf der man sich entscheiden kann. Nehmen sie das Beispiel Berufswahl. Es kann passieren, dass sich ein Jugendlicher für eine Ausbildung entscheidet, sich die Arbeitswelt aber innerhalb von fünf, sechs Jahren so massiv verändert, dass der angestrebte Beruf danach gar keine Zukunftsoption mehr ist. Man hat den Eindruck, Freiheit, das ist was Lustiges. Sie ist überhaupt nicht lustig. Die Moderne ist bekanntlich hoch ambivalent. Und Ambiguitätstoleranz heißt ja: unklare Situationen aushalten zu können, ohne auszurasten. Das ist offensichtlich heute für einige eine Überforderung.

Und sie fangen an, wütend um sich zu schlagen. Verbal jedenfalls.

Eine moderne Gesellschaft kommt ohne konstruktive Konflikte nicht weiter. Aber wir haben inzwischen gar keine Öffentlichkeit im Singular mehr, sondern wir haben Öffentlichkeiten im Plural, die aber in sich abgedichtet sind, so dass sich in diesen Filterblasen homogene Gruppen entwickeln. Die sozialen Medien muss man inzwischen asoziale Medien nennen. Homogene Gruppen haben es in sich. In diesen gibt es vor allem Aufschauklungsprozesse. Widerspruch wird nicht mehr zugelassen, um die Ambiguität der realen Verhältnisse abzumildern. Ganz schlimm wird das, wenn dann noch Verschwörungstheorien hinzukommen. Das macht mir besondere Sorgen. Dagegen hilft kein Argument mehr.

Was ist mit mehr Demokratie? Volksbefragungen zum Beispiel!

Im Grunde gibt es drei Arten, zu versuchen, das Autoritäre oder den Populismus einzuhegen. Das eine ist die Eindämmung, wobei bevorzugte moralisierende Diskurse völlig ungeeignet sind. Je höher die Moral angesetzt wird, desto geringer sind die Kommunikationschancen. Das Zweite ist die Anpassung an Stil und Inhalt. Wie schief das gehen kann, das haben die Bayern uns gerade vorgemacht. Das Dritte ist die Ausweitung von Demokratieformen. Das fordert ja auch die AfD. Da muss man aber hoch vorsichtig sein. Denn in Volksbefragungen greifen die Mechanismen dichotomischer Weltbilder, weil die Komplexität auf Ja/Nein reduziert wird. Das in aufgeheizten Situationen zu versuchen, ist höchst gefährlich.

Klingt, als gäbe es keine Chance mehr, den autoritären Nationalradikalismus noch aufzuhalten.

Wenn er sich nicht intern selbst zerlegt, durch Flügelkämpfe beispielsweise, dann wird das außerordentlich schwierig. Der ist ein Wachstumsmodell. Das sieht man ja auch an anderen europäischen Ländern. Österreich zum Beispiel oder Italien.

Haben wir zu lange an das Ende der Geschichte geglaubt? An den unumkehrbaren Erfolg der liberalen Demokratie?

Der Glaube an den selbstverständlichen dauerhaften Bestand liberaler Demokratiemodelle war schon seit Langem ein Irrtum. So wie Fukuyamas These vom Ende der Geschichte ein Irrtum war. Das habe ich 2001 schon geschrieben und mich vor allem auf meinen Kollegen Ralf Dahrendorf bezogen. Der hat schon 1997 gesagt: Wir stehen wahrscheinlich am Beginn eines autoritären Jahrhunderts. Er hat das mit dem Bild der Quadratur des Kreises sehr anschaulich beschrieben: Man müsse die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit erhalten, soziale Integration sichern und die politische Beteiligung in freien Institutionen ermöglichen. Seine These war: Alles drei zusammen geht nicht. Es war die Frage: An welcher Stelle wird es gefährlich? Meine These war 2001: Bei sozialen Desintegrationsprozessen, Kontrollverlusten und Demokratieentleerung. Das Kapital setzt sich durch und erzeugt riesige politische Folgeprobleme, die gegen die offene Gesellschaft und die liberale Demokratie gerichtet werden.

Was muss jetzt passieren?

Man kann sich nur wünschen, dass eine gesellschaftliche Entwicklung eintritt, in der die Anerkennungsprobleme auf die Tagesordnung kommen. Das ist für mich der Punkt, der das zum Vibrieren bringt. Und natürlich gibt es Hoffnung: Zu jeder Bewegung gibt es immer Gegenbewegungen. Wir haben eine aufmerksame Zivilgesellschaft, zumindest in weiten Teilen des Landes.

Sie meinen die Demonstrationen gegen Rassismus und für Demokratie in großen deutschen Städten?

Große Demos, wie in Berlin kürzlich, sind wichtig, um die Normen einer Gesellschaft immer wieder neu zu befestigen - und zwar öffentlich. Diese Bewegung findet aber auch in der eigenen Filterblase statt. Der Alltag ist entscheidend. Dort müssen die Auseinandersetzungen geführt werden.

Es muss gestritten werden?

Ja, überall, um mühsam erkämpfte liberale Normen wenigstens zu verteidigen. Auf Verwandtschaftstreffen, bei Weihnachtsfeiern, im Verein, im Betrieb. Was passiert eigentlich, wenn dort jemand rechtsextreme oder autoritäre Sprüche ablässt? Bin ich in der Lage, dort zu intervenieren? Dazu bedarf es eines ganz harten Trainings, großer Disziplin. Keiner will, dass das Klima an der Arbeitsstelle vereist. Keiner will die Verwandtschaft verlieren, die Freunde. Trotzdem: Da entscheidet sich viel. Wir müssen keine Helden sein, aber im Alltag muss man schon mutig werden.

Ist das nicht ein bisschen naiv?

So zu argumentieren scheint für manche Menschen lächerlich zu sein. Das Gegenteil stimmt. Die sozialen Kosten sind an dieser Stelle ungemein hoch. Viel höher, als wenn ich in einer Gruppe von Tausenden Menschen mitlaufe, die meiner Meinung sind.

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