bedeckt München 17°

Vorwurf der Geldwäsche:Costa Rica friert Vermögen von Perus Ex-Präsident ein

PERUVIAN FORMER PRESIDENT ALEJANDRO TOLEDO HEARING AT THE CONGRES

Alejandro Toledo bei einer Anhörung im Mai in Lima. Dabei sprach der Ex-Präsident Perus von "vielen Fehlern" - korrupt sei er aber nicht.

(Foto: dpa)

Mehr als 6 Millionen US-Dollar lagert Alejandro Toledo, der ehemalige Präsident von Peru, auf einem Konto in Costa Rica. Nun hat der Staat in Mittelamerika das Konto auf Bitte des peruanischen Staates eingefroren.

Nach Geldwäschevorwürfen gegen den ehemaligen peruanischen Präsidenten Alejandro Toledo hat Costa Rica ein Konto des früheren Staatschefs über 6,5 Millionen US-Dollar (4,9 Mio. Euro) eingefroren. Damit sei ihre Behörde einem Ersuchen aus Peru nachgekommen, zitierte das Nachrichtenportal Crhoy.com am Montag die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Tatiana Vargas.

Wegen Geldwäsche und Unterschlagung ermittelt die peruanische Staatsanwaltschaft derzeit im familiärem Umfeld des Ex-Präsidenten. Toledo soll mit Geld unbekannter Herkunft Immobilien in der peruanischen Hauptstadt Lima und Tel Aviv in Israel erworben haben. Die Geschäfte seien im Namen seiner Schwiegermutter abgewickelt worden, teilte die peruanische Staatsanwaltschaft mit. Toledo hingegen erklärte, er habe mit den Geschäften nichts zu tun. Er vermutet hinter den Ermittlungen einen Rachefeldzug politischer Gegner.

© Süddeutsche.de/dpa/dgr

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite