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Vorwahlen der US-Republikaner:Santorum siegt in Minnesota und Colorado

Schwere Niederlage für Favorit Mitt Romney: Der erzkonservative Rick Santorum hat überraschend die Vorwahlen der Republikaner in zwei Bundesstaaten gewonnen. Auch die Vorwahlen in Missouri entschied der Hardliner für sich - sie sind jedoch nicht bindend. Mit seinen Siegen meldet sich Santorum eindrucksvoll im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zurück.

Der konservative Kandidat Rick Santorum hat die Vorwahlen der Republikaner in den US-Bundesstaaten Minnesota und Colorado deutlich gewonnen. Auch eine Abstimmung in Missouri entschied er als klarer Sieger für sich - diese war allerdings nicht bindend, die Delegierten für den im August stattfindenden Parteitag der Republikaner werden erst im kommenden Monat bei einem sogenannten caucus bestimmt.

Umfragen, die vor der Abstimmung erhoben wurden, waren noch davon ausgegangen, dass Ex-Gouverneur Mitt Romney seine Siegesserie in Colorado fortsetzen würde. Die Auszählungen ergeben nun ein ganz anderes Bild: Außenseiter Santorum hat einen Dreifachsieg geschafft.

Der frühere Senator aus Pennsylvania hatte bei der ersten Vorwahl Anfang Januar in Iowa mit hauchdünnem Vorsprung gewonnen, danach aber immer eher schlecht abgeschnitten. Zuletzt hatte Mitt Romney die Vorwahlen in Nevada und Florida klar für sich entschieden und seinen Favoritenstatus zementiert.

Sein bislang schärfster Herausforderer, der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses Newt Gingrich, hatte bisher nur in South Carolina gewonnen. Für die Abstimmung in Missouri konnte Gingrich vorab nicht genügend Unterschriften sammeln, sein Name stand gar nicht auf dem Wahlzettel.

Rich Santorum könnte das Rennen mit seinem Aufbäumen erneut durcheinanderwirbeln, zumal auch der Kongressabgeordnete Ron Paul ebenfalls nicht ans Aufgeben denkt.

Bei seiner Ansprache im Hauptquartier seines Wahlkampfteams in St. Charles richtete sich Santorum allerdings nicht gegen seinen innerparteilichen Konkurrenten Romney, sondern gegen US-Präsident Obama. "Ich bin nicht die konservative Alternative zu Mitt Romney, ich bin die konservative Alternative zu Barack Obama", rief Santorum seinen Anhängern zu.

In Colorado und Minnesota können die vier Kandidaten Delegiertenstimmen für den Parteitag im Sommer gewinnen, bei dem die Republikaner endgültig entscheiden werden, wer bei der Präsidentenwahl am 6. November gegen Obama antritt.

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