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Vorwahlen der Demokraten:Iowa und kein Ende

Die Kandidaten sind schon längst weitergezogen, die Ergebnisse der ersten demokratischen Vorwahl in Iowa stehen immer noch nicht fest: Pete Buttigieg bei einem Wahlkampftermin in New Hampshire.

(Foto: AFP)

Die Demokraten in Iowa sehen auch nach einer Überprüfung der chaotischen Vorwahl Pete Buttigieg vorn. US-Medien wollen dennoch keinen Sieger küren - und warten auf eine erneute Prüfung.

Die Demokratische Partei in Iowa hat neue Ergebnisse zu der chaotischen Vorwahl des demokratischen Präsidentschaftskandidaten in dem Bundesstaat veröffentlicht. Nach einer Überprüfung der Ergebnisse in 55 Wahlkreisen kommt der ehemalige Bürgermeister Pete Buttigieg demnach auf 14 Delegierte und wäre damit der Sieger der ersten demokratischen Vorwahl. Der progressive Senator Bernie Sanders käme als Zweitplatzierter auf zwölf Delegierte, auf den weiteren Plätzen folgten Elizabeth Warren (8), der ehemalige Vizepräsident Joe Biden (6) und Amy Klobuchar (1).

Die Nachrichtenagentur AP, der in den USA tradtionell die Aufgabe der Verifikation der Wahlergebnisse zukommt, will bislang dennoch keinen Sieger der Vorwahl in Iowa küren. Auch andere Medien wie die New York Times folgen der AP in dieser Einschätzung. Technische Pannen hatten bei der Wahl am vergangenen Montag unter anderem bei der Übermittlung der Ergebnisse zu Problemen geführt. Die Präsidentschaftsbewerber haben noch bis Montagmittag Zeit, eine weitere Überprüfung von Ergebnissen zu beantragen. Das Wahlkampfteam von Bewerber Bernie Sanders hat bereits angekündigt, eine teilweise Prüfung verlangen zu wollen.

Dabei geht es nicht um eine Neuzählung. Vielmehr wird dabei die Stimmenauszählung geprüft, um sicherzustellen, dass einzelne Resultate richtig addiert wurden.Die Vorwahlen der Demokraten dauern noch bis Juni. Im Juli küren Demokraten und Republikaner bei großen Parteitagen mit Tausenden Delegierten ihren jeweiligen Präsidentschaftskandidaten. Iowa schickt nur eine verhältnismäßig geringe Zahl an Delegierten. Von der ersten Vorwahl geht jedoch erfahrungsgemäß eine große Signalwirkung aus. Bereits an diesem Dienstag findet in New Hampshire die zweite Vorwahl statt.

© SZ.de/AP/dpa/mxm/dit
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