Seit gut einer Woche ist Ursula von der Leyen die Spitzenkandidatin der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) für die Europawahl im Juni. Die EU-Kommissionspräsidentin soll die Partei zum Sieg führen und dann für weitere fünf Jahre die mächtige Exekutivbehörde der Union leiten. Das zumindest ist der Plan. Doch nach allen gängigen Maßstäben - und der Ansicht eines nennenswerten Teils der Brüsseler Beobachter- und Meinungsmacherblase - hat von der Leyens Wahlkampf holprig begonnen. Manche sagen sogar: desaströs.
EU-WahlkampfVon der Leyens leichtes Spiel
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Verklagt von der eigenen Partei, verspottet von einem Kommissionskollegen: Nach normalen Maßstäben müsste sich die EVP-Spitzenkandidatin jetzt große Sorgen machen. Aber die EU funktioniert anders.
Von Josef Kelnberger und Hubert Wetzel, Brüssel
