Die Türkei bestreitet nicht, dass es während des Ersten Weltkriegs zu Massakern an den Armeniern kam - das Bild zeigt osmanische Soldaten vor den Überresten eines armenischen Dorfes im heutigen Osten der Türkei. Doch von einer planmäßigen Auslöschung der armenischen Bevölkerung könne man aus Sicht Ankaras nicht sprechen - und damit auch nicht von einem Völkermord. Mehr als 20 Staaten, darunter Frankreich, Russland und Kanada, internationale Organisationen wie das Europaparlament sowie die meisten internationalen Historiker sehen das anders. Sie bewerten die Gräuel gegen die Armenier als Genozid.

Bild: AFP 23. April 2015, 17:012015-04-23 17:01:08 © SZ.de/pamu/odg