Führungszeugnisse sollen künftig digital verfügbar sein. Einen entsprechenden Gesetzentwurf brachte das Bundeskabinett am Mittwoch auf den Weg. Ein Führungszeugnis, das etwa mögliche Vorstrafen anzeigt, wird von einigen Arbeitgebern verlangt, zudem ist es für viele ehrenamtliche Tätigkeiten notwendig. Das neue digitale Führungszeugnis kann allerdings nur erhalten, wer ein sogenanntes BundID-Konto eingerichtet hat, das Zugang zu Online-Verwaltungsdienstleistungen bietet. Das Führungszeugnis kann schon seit einigen Jahren online beantragt werden. Bisher muss es allerdings auch dann auf einem speziellen Papier ausgedruckt und per Post aus Bonn an die Antragsteller verschickt werden. Das soll nun für diejenigen, die sich für den digitalen Weg entscheiden, wegfallen. Um Fälschungen vorzubeugen, soll es einen Barcode geben, mit dem die Echtheit des Dokuments mittels einer Smartphone-App von jedem überprüft werden kann.