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Verteidigung:Rheinmetall gründet Joint Venture in Tschechien

Deutschland
Das Logo von Rheinmetall steht auf dem Gebäude der Zentrale des Unternehmens. Foto: Fabian Strauch/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

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Prag (dpa) - Der Rüstungskonzern Rheinmetall mit Sitz in Düsseldorf will sich stärker im Nato-Mitgliedstaat Tschechien engagieren. Gemeinsam mit der Czechoslovak Group aus Prag werde ein Joint Venture im Bereich taktischer Militärfahrzeuge gegründet, wie ein Rheinmetall-Sprecher am Donnerstag bestätigte. Ein entsprechendes Memorandum sei im Beisein des tschechischen Präsidenten Milos Zeman auf der Prager Burg unterzeichnet worden. Mit der Gründung in der östlichen Industrieregion Mährisch-Schlesien würden neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen.

Das Gemeinschaftsunternehmen soll helfen, die Märkte der Visegrad-Staaten Tschechien, Ungarn, Slowakei und Polen besser zu erschließen. Die tschechische Armee plant aktuell den Kauf von 210 neuen Schützenpanzern, um Fahrzeuge sowjetischer Konstruktion zu ersetzen. Dabei setzt Prag zur Bedingung, dass die heimische Industrie zu 40 Prozent des Auftragsvolumens miteinbezogen wird. Bei dem Großauftrag ist unter anderem auch der Lynx von Rheinmetall-Landsysteme im Rennen. Ungarn hatte erst im September 218 Exemplare des neuentwickelten Schützenpanzers bestellt.

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