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Verteidigung - Gardelegen:Rund 20 Menschen campen aus Protest auf Truppenübungsplatz

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Gardelegen (dpa/sa) - Aus Protest gegen militärische Übungen sind am Freitagvormittag rund 20 Menschen in das Gelände des Truppenübungsplatzes Altmark eingedrungen. Bei der zuvor angekündigten Aktion wurden sie von Feldjägern begleitet, die Aktion sei ruhig und friedlich abgelaufen, sagte ein Sprecher der Bundeswehr. Die Demonstranten, die Zelte aufgebaut hatten, hätten den Platz auch am Abend nach mehrmaliger Aufforderung nicht verlassen. Mit Hilfe der Polizei seien die Personalien überprüft worden. Die Personen seien darauf hingewiesen worden, dass sie aufgrund der erhöhten Waldbrandstufe kein Feuer machen dürfen, auch nicht nachts.

Das Betreten des militärischen Sicherheitsbereichs sei eine Ordnungswidrigkeit, diese werde durch die Bundeswehr bearbeitet, sagte der Bundeswehrsprecher weiter. Aktuell gibt es den Angaben zufolge keinen Übungsbetrieb auf dem Truppenübungsplatz des Gefechtsübungszentrums (GÜZ) Heer.

Schon seit 2014 ruft die "Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen" immer wieder zu "Besetzungen" des militärischen Gebietes auf. Die Beteiligten setzen sich für eine nicht-militärische Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide ein, demonstrieren gegen Krieg und die Investition in die inzwischen fast fertiggestellte riesige militärische Übungsstadt Schnöggersburg, in der Soldatinnen und Soldaten auf Auslandseinsätze vorbereitet werden sollen.

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