Beim G-7-Gipfel vor zwei Jahren auf Schloss Elmau hatte die Bundesrepublik noch eine Police abgeschlossen. Eine Versicherung, die für Schäden aufkommt bei gewalttätigen Protesten gegen eine solche Großveranstaltung. Sie hilft Privatleuten und kleinen Gewerbetreibenden, die nicht durch ihre eigene Versicherung entschädigt werden, weil das Risiko ausgeschlossen oder nicht abgesichert worden ist. Vor dem G-20-Gipfel in Hamburg indes hat es das Auswärtige Amt schlicht abgelehnt, eine solche Versicherung abzuschließen. Das geht aus einem internen Schreiben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. In Hamburg will der Staat nun direkt helfen - so hat es Bundeskanzlerin Angela Merkel jedenfalls versprochen.
G-20-Gipfel in Hamburg:G-20-Gipfel hätte gegen Krawall-Schäden versichert werden können
- Die Bundesregierung hat es abgelehnt, den G-20-Gipfel gegen Schäden durch gewalttätige Proteste zu versichern.
- Beim G-7-Gipfel in Elmau vor zwei Jahren gab es eine solche Versicherung.
- Damals bekamen Opfer Sachschäden ersetzt, welche die eigene Versicherung nicht oder nicht komplett bezahlte.
Von Herbert Fromme
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