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Verschleierung in der Öffentlichkeit:CDU-Vize Klöckner fordert "Burka-Verbot"

Landesparteitag CDU Rheinland-Pfalz

"Abwertendes Frauenbild": CDU-Vize Julia Klöckner ist für ein Burka-Verbot.

(Foto: dpa)
  • CDU-Vize Julia Klöckner hat sich für ein "Burka-Verbot" in der Öffentlichkeit ausgesprochen.
  • Ihrer Ansicht nach steht die Vollverschleierung nicht für religiöse Vielfalt, sondern wertet Frauen ab.

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner hat sich für ein Burka-Verbot in der Öffentlichkeit ausgesprochen. "Die Burka-Vollverschleierung steht für mich nicht für religiöse Vielfalt, sondern für ein abwertendes Frauenbild", sagte die rheinland-pfälzische Landespartei- und Landtagsfraktionschefin der Rheinischen Post aus Düsseldorf.

Das Grundgesetz bestehe darauf, dass Frauen und Männer gleich viel wert seien. Außerdem gehöre es zu einer offenen Gesellschaft, jemandem offen ins Gesicht schauen zu können. "Ich bin dafür, dass Vollverschleierung verboten wird. Für die Frauenquote kämpfen, aber Burka tragen gut finden - das passt doch nicht zusammen."

Eine Burka verschleiert den ganzen Körper, die Augen werden von blickdichtem Material bedeckt; im Gegensatz dazu lässt der Niqab die Augen frei. In Frankreich, Belgien und der Schweiz ist das Kleidungsstück in der Öffentlichkeit verboten. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hatte das "Burka-Verbot" in Frankreich im Sommer für rechtmäßig erklärt.

In Deutschland hatte zuletzt der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn ein Verbot gefordert. "Dass Frauen sich nur komplett verhüllt im öffentlichen Raum bewegen dürfen, kann ich nicht akzeptieren", hatte Spahn im November der Zeit gesagt. Er sprach von einer "falsch verstandenen Liberalität" in Deutschland, aufgrund der "zu oft Rabatt auf unsere eigenen Werte" gegeben werde.

© Süddeutsche.de/dpa/gal

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