(SZ) Wird es nicht mal wieder Zeit, an die Stadt Schilda zu erinnern? Es ist still geworden um sie in der journalistischen Prosa. Die Schildbürger hielten sich für schlau, doch was sie anpackten, ging schief. Das berühmteste Beispiel ist der Bau des neuen Rathauses von Schilda, das sehr imposant ausfiel, allerdings vergaßen die Schildbürger die Fenster, und so mussten sie das Licht in Säcken ins Rathaus schleppen. Seit der ersten Sammlung von solchen Schildbürgerstreichen im Lalebuch von 1597 ist viel Unsinn angestellt worden, Schilda war schon überall. Wieso kommt einem die vergessene Stadt dann ausgerechnet jetzt wieder in den Sinn? Womöglich weil der Vorsitzende des Bundesverbandes der niedergelassenen Verkehrspsychologen in einem Interview mitgeteilt hat, dass der stetig steigende Aggressionspegel auf Deutschlands Straßen auch auf zu viele Verkehrsschilder zurückzuführen sei. Es sei daher wichtig, hat Karl-Friedrich Voss der Katholischen Nachrichten-Agentur gesagt, „den Schilderwald regelmäßig auszulichten“.
Glosse: Das StreiflichtLass uns bitte die nächste Ausfahrt nach Schilda nehmen
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Quo vadis, Autofahrer, im Schilderwald?
Federico Gambarini/Federico Gambarini/dpaZu viele Schilder an den Straßen machen nur aggressiv, sagt die Verkehrspsychologie – alle Wege sollten nun nach Bohmte führen.
