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Verfassungsschutz:V wie Verräter

Das Bundesamt für Verfassungsschutz in Chorweiler. Köln, 13.09.2018 *** The Federal Office for the Protection of the Co

Wem kann man trauen? Diese Frage stellt sich den Verfassungsschützern stets, wenn sie einen V-Mann anwerben. Das Bundesamt in Köln-Chorweiler.

(Foto: Christoph Hardt/imago images/Future Image)

Bei einer Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz könnten auch V-Leute zum Einsatz kommen. Aber wie findet man Menschen, die ihre Kumpane verraten - und wie stellt man sicher, dass man ihnen vertrauen kann?

Von Ronen Steinke, Berlin

Wer dem Verfassungsschutz Informationen verkaufen will, der muss erst einmal mit Misstrauen rechnen. Der Verfassungsschutz guckt sich die Vita des Informanten an. "Ist das ein Betrüger durch und durch?", so erklärt es ein Agent, der sich seit Jahren mit solchen Fällen befasst. Manchmal gehe es auch um Dinge, die der Informant bloß beim Smalltalk über sein persönliches Leben gesagt hat. Das werde dann vom Verfassungsschutz mit großem Aufwand überprüft. "Wenn er uns da schon belügt, dann mag es sein, dass er uns auch woanders belügt. Eine Gewähr gibt es nicht."

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