Vereinte Nationen:Kritik an Schweizer Verhüllungsverbot

Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen sieht das Schweizer Verhüllungsverbot als problematisch. Die Schweiz sei nun eines von wenigen Ländern, in denen Musliminnen aktiv diskriminiert werden dürften, sagte Sprecherin Ravina Shamdasani am Dienstag in Genf. Die Kampagne vor dem Referendum habe fremdenfeindliche Untertöne gehabt. Die Sprecherin argumentierte, wer Frauen zum Tragen des Gesichtsschleiers zwinge, mache sich strafbar. Ein gesetzliches Verbot von Burka und Nikab aber schränke die Religionsfreiheit muslimischer Frauen übertrieben ein. Beschränkung in diesem Ausmaß dürfe es nur zum Schutz von öffentlicher Sicherheit, Gesundheit, Sitte oder der Grundrechte anderer geben. Das Verhüllungsverbot war am Sonntag mit knapper Mehrheit von 51,2 Prozent per Volksentscheid beschlossen worden und muss nun binnen zwei Jahren in die Praxis umgesetzt werden. Die Polizeihoheit liegt bei den 26 Kantonen.

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