bedeckt München 13°
vgwortpixel

Katholische Kirche:Chronologie des Missbrauchs-Skandals

Prozess gegen einen katholischen Pfarrer
(Foto: dpa)

Die katholische Kirche arbeitet noch immer Fälle von sexualisiertem Missbrauch auf. Zu oft ist sie daran gescheitert. Das sind die Fälle der vergangenen 25 Jahre.

Zehn Jahre sind bereits seit der Aufdeckung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche in Deutschland vergangen. "Aus persönlicher Sicht von Betroffenen waren das zehn Jahre verlorene Zeit, wenn es um Unterstützung und Hilfe für Opfer geht", sagt der Aktivist Matthias Katsch, der selbst als Schüler in einem Jesuiten-Kolleg misshandelt wurde. Eine Bewusstseinsveränderung, sagt er, sei zwar eingetreten, die Kultur des Missbrauchs und Vertuschung sei jedoch noch immer tief verwurzelt in der Kirche.

Der Vatikan versucht weiterhin, die Fälle des sexualisierten Missbrauchs aufzuklären und aufzuarbeiten. In Würzburg etwa beraten derzeit Bischöfe über die Frage nach Entschädigungssummen für Betroffene. Eine Einigung über eine konkrete Summe ist unwahrscheinlich. Wie umfangreich die Aufarbeitung der zahlreichen Missbrauchsfälle ist, zeigen neben aktuellen Diskussionen auch diverse Beispiele der vergangenen 25 Jahre.

Mitarbeit: Camilla Kohrs

© SZ.de /rus
Glaube und Religion Fromme Floskeln helfen niemandem

Missbrauchsgipfel

Fromme Floskeln helfen niemandem

Der Vatikan nennt den Missbrauchs-Krisengipfel in Rom "Kinderschutzkonferenz". Das klingt positiver. Doch zum Auftakt offenbart sich gleich die gegenwärtige Zerrissenheit der katholischen Kirche.   Kommentar von Matthias Drobinski, Rom

Zur SZ-Startseite