USA und Russland Trump und Putin treffen sich am 16. Juli in Helsinki

Auch wenn Trump und Putin Hände schütteln: Das Verhältnis der beiden Atommächte ist so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht. (Bild vom Asean-Gipfel im November 2017)

(Foto: dpa)
  • US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin werden sich am 16. Juli in Helsinki treffen.
  • Bei dem Gipfeltreffen wollen sie über das Verhältnis ihrer Länder zueinander reden, das so schlecht ist wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
  • Bei dem Treffen soll es auch um Syrien, die Ukraine, Nordkorea sowie den Ausstieg der USA aus dem Atomvertrag mit Iran gehen.

Das Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin findet am 16. Juli in Helsinki statt. Das teilten sowohl das russische als auch das US-Präsidialamt am Donnerstag mit.

Dass die beiden Präsidenten sich treffen würden, war bereits während des Besuches von Trumps Sicherheitsberater John Bolton in Moskau am Mittwoch bekannt gegeben worden. Nun steht auch fest, wann und wo sie sich begegnen werden.

Trump und Putin hatten sich erstmals zu einem längeren Gespräch beim G-20-Gipfel im vergangenen Juli in Hamburg getroffen. Danach gab es eine kurze Begegnung beim Asien-Pazifik-Gipfel (Asean) im November 2017 in Vietnam. Trump sagte aber nach seiner Begegnung mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un in Singapur Anfang Juni, er wolle nun auch Putin treffen.

Das Verhältnis der beiden größten Atommächte ist derzeit so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr: Die US-Justiz ermittelt wegen einer vermuteten russischen Einmischung in den Wahlkampf 2016, ebenso wegen der Kontakte von Trumps Wahlkampfteam zu Vertretern Moskaus.

Bei dem Treffen der Präsidenten sollen offenbar die Themen Syrien, die Ukraine, Nordkorea sowie der Ausstieg der USA aus dem Atomvertrag mit Iran stehen. Im syrischen Bürgerkrieg unterstützt Russland den Diktator Baschar al-Assad, während die USA diesem insbesondere den Einsatz von Chemiewaffen vorwerfen und Luftschläge gegen die syrische Armee ausgeführt haben. Washington wirft Russland die Annexion der Krim vor; Moskau geht davon aus, dass die Amerikaner die prowestliche Opposition unterstützt haben, die die prorussische Regierung in Kiew stürzte.

Putin hatte gestern allerdings erklärt, er sei der Ansicht, das schlechte Verhältnis zu den USA sei in hohem Maße die Folge scharfer innenpolitischer Auseinandersetzungen in den Vereinigten Staaten selbst. Russland habe nie die Konfrontation gesucht.

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